
Sri Lanka
Zwischen Traumstränden, Tempeln und wilden Tieren
Lesezeit: 15 Minuten
Meine Sri Lanka-Route auf einen Blick
Reisedauer
10 Tage
Reisezeit
Januar
Reiseart
Individuell & Backpacking
Route
Colombo → Bentota → Tissamaharama → Yala-Nationalpark
Besonders geeignet für
Natur, Safari, Strände & individuelle Rundreisen
Meine Reise durch Sri Lanka
Eigentlich begann unsere Sri-Lanka-Reise schon auf den Philippinen. Mein bester Freund und ich waren mehrere Wochen in Asien unterwegs und wollten nach Palawan noch ein weiteres Land entdecken. Da ein guter Freund von uns damals ein kleines Beach Resort in Bentota leitete und uns eingeladen hatte, Silvester gemeinsam am Meer zu feiern, stand unser nächstes Ziel ziemlich schnell fest: Sri Lanka. Von Manila flogen wir über Singapur nach Colombo und reisten von dort weiter an die Südwestküste nach Bentota. Nach einigen entspannten Tagen am Meer wollten wir noch mehr vom Land sehen und machten uns mit öffentlichen Bussen auf den Weg nach Tissamaharama, von wo aus wir den Yala-Nationalpark besuchten.
Beste Reisezeit
- Die beste Reisezeit für Sri Lanka hängt davon ab, welche Region der Insel du besuchen möchtest. Durch die unterschiedlichen Monsunzeiten kann das Wetter an der Ost- und Westküste zur gleichen Zeit sehr verschieden sein.
- Für die West- und Südküste sowie das zentrale Hochland gelten vor allem die Monate von Dezember bis März als vergleichsweise trocken. Möchtest du dagegen hauptsächlich die Ostküste bereisen, eignen sich meist die Monate von etwa Mai bis September besser.
- Tropische Regenschauer können trotzdem das ganze Jahr über auftreten und die Übergänge zwischen den Monsunzeiten lassen sich nicht auf den Tag genau vorhersagen.
- Meine Erfahrung: Wir waren über den Jahreswechsel in Sri Lanka und damit zur klassischen Reisezeit für unsere Route durch den Südwesten und Süden des Landes. Für Bentota und unseren Besuch im Yala-Nationalpark passte die Reisezeit für uns sehr gut.
Visabestimmungen
- Für die Einreise nach Sri Lanka benötigen deutsche Staatsangehörige eine Electronic Travel Authorization (ETA). Diese sollte vor der Reise online beantragt werden.
- Seit dem 25. Mai 2026 ist die touristische ETA für deutsche Staatsangehörige gebührenfrei. Sie ermöglicht einen touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen und erlaubt innerhalb dieses Zeitraums eine zweimalige Einreise. Möchtest du länger in Sri Lanka bleiben, kann eine Verlängerung gegen Gebühr beantragt werden.
- Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Unterkünfte
- Von Budget-Gästehäusern bis hin zu Luxus-Resorts: Sri Lanka bietet für jeden etwas. Früh buchen lohnt sich, besonders in der Hauptsaison.
- Bentota: The Chalet Bentota
- Tissamaharama: River Face Inn
- Mein Tipp: Wenn du den Yala-Nationalpark besuchen möchtest, lohnt sich eine Unterkunft rund um Tissamaharama. So kannst du früh morgens zur Safari starten, ohne vorher eine lange Anfahrt einplanen zu müssen.
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
- Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
- Bentota: Bootsfahrt auf dem Bentota River & Besuch eines Ayurveda Herbal Garden
- Südküste: Besuch einer Schildkröten-Schutzstation
- Tissamaharama: Tissamaharama Raja Maha Vihara, Tissa Wewa & Umgebung
- Kirinda: Kirinda Beach & Tempel mit Blick über die Küste
- Yala-Nationalpark: Jeep-Safari und Tierbeobachtungen
Gut zu wissen
Währung
Die Landeswährung ist die Sri-Lanka-Rupie (LKR). In touristischen Regionen kannst du häufig mit Karte bezahlen und Geldautomaten findest du in vielen Orten. Trotzdem solltest du immer ausreichend Bargeld dabeihaben – besonders für kleinere Restaurants, Tuk-Tuks, Busse oder unterwegs in ländlicheren Regionen.
Transport
In Sri Lanka herrscht Linksverkehr. Für kurze Strecken sind Tuk-Tuks praktisch, während Busse eine sehr günstige Möglichkeit für längere Strecken sind. Wir selbst waren ebenfalls mit öffentlichen Bussen unterwegs – dazu später mehr im Reisebericht. Züge sind vor allem auf einigen Strecken durch das Hochland beliebt.
Sprache
Singhalesisch und Tamil sind die offiziellen Landessprachen. Englisch ist besonders in touristischen Regionen, Unterkünften und Restaurants weit verbreitet.
Verhalten & Tempelbesuche
Beim Besuch religiöser Stätten solltest du Schultern und Knie bedecken und vor Tempeln Schuhe sowie Kopfbedeckungen ablegen. Besonders wichtig: Für Fotos solltest du dich nicht mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue positionieren – dies gilt als respektlos.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Sri Lanka üblich, aber deine bisherige Aussage „10 % werden erwartet, 15–20 % bei gutem Service“ würde ich streichen. Das ist zu pauschal. In Restaurants solltest du zunächst prüfen, ob bereits eine Service Charge auf der Rechnung steht. Darüber hinaus kannst du bei gutem Service freiwillig etwas Trinkgeld geben. Auch Fahrer, Guides und Hotelpersonal freuen sich über ein Trinkgeld.

Anreise nach Sri Lanka
Von den Philippinen über Singapur nach Colombo
Nach einer unvergesslichen Zeit auf den Philippinen wollten mein bester Freund und ich über die Feiertage noch ein weiteres Land in Asien entdecken. Ein guter Freund von mir leitete damals ein kleines Beach Resort in Bentota und hatte uns eingeladen, Silvester gemeinsam am Meer zu verbringen. Eine Einladung, die wir natürlich nicht ausschlagen konnten.
Also buchten wir kurzerhand einen Flug von Manila über Singapur nach Colombo. Unser Zwischenstopp führte uns über den Flughafen Changi in Singapur – für mich bis heute einer der beeindruckendsten Flughäfen, die ich auf meinen Reisen erlebt habe.

Der internationale Flughafen Bandaranaike International Airport (CMB) liegt nicht direkt in Colombo, sondern rund 30 Kilometer nördlich der Stadt. Da unser erstes Ziel Bentota an der Südwestküste war, hatten wir bereits vor unserer Ankunft einen privaten Fahrer organisiert, der uns direkt vom Flughafen in den Süden brachte. Nach der langen Anreise war das für uns die entspannteste Lösung. Wir landeten spät am Abend und nach Bentota waren es noch etwa 100 Kilometer. Als wir in Bentota ankamen und zum ersten Mal das Meer rauschen hörten, war klar: Der nächste Teil unserer Asienreise hatte begonnen.
Bentota
Strand, Mangroven und Ayurveda
Bentota war die erste Station unserer Sri-Lanka-Reise und gleichzeitig der Ort, an dem wir über Silvester einige entspannte Tage mit Freunden verbrachten. Nach der langen Anreise von den Philippinen war die Küste im Südwesten Sri Lankas für uns der perfekte Einstieg in das Land.
Neben den langen Sandstränden wollten wir aber auch etwas von der Umgebung sehen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unsere Bootsfahrt auf dem Bentota River. Mit unserem Bootsführer ging es durch die grüne Mangrovenlandschaft, während er uns immer wieder auf Tiere und Pflanzen aufmerksam machte. Unterwegs entdeckten wir bunte Vögel, Flughunde und sogar Krokodile. Unser Ziel war ein Ayurveda Herbal Garden, in dem verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen angebaut wurden. Vor Ort erfuhren wir mehr darüber, wie die Pflanzen traditionell verarbeitet und ihre Öle und Salben im Ayurveda verwendet werden.
Am Ende wurden verschiedene Produkte zum Kauf angeboten. Solche Verkaufsstopps gehören bei Herbal-Garden-Besuchen häufig dazu – du musst natürlich nichts kaufen. Für mich war besonders die Kombination aus der ruhigen Bootsfahrt durch die Mangroven und dem Besuch des Gartens eine schöne Abwechslung zu unseren Tagen am Strand.
Silvester am Strand
Reggae, Feuerwerk & ein unvergesslicher Jahreswechsel
Den Silvesterabend verbrachten wir direkt am Strand des Rockside Beach Resorts. Gemeinsam mit Freunden, Einheimischen und Reisenden aus aller Welt feierten wir den Jahreswechsel am Meer – genau so hatte ich mir Silvester in Sri Lanka vorgestellt. Zum Abend gehörte ein großes Buffet mit traditionellen Gerichten Sri Lankas. Neben verschiedenen Currys und Reis gab es Kottu Roti, die typisch gehackten Teigfladen mit Gemüse, Ei oder Fleisch, sowie Linsen-Dahl. Allein das Essen war für mich schon ein kleines Highlight.
Später sorgten eine Reggae-Band, traditionelle Tänzerinnen und Trommler für Stimmung. Sogar ein Feuerspucker trat direkt am Strand auf. Der Höhepunkt kam schließlich um Mitternacht: das Feuerwerk am Meer. Barfuß im warmen Sand ins neue Jahr zu tanzen, während im Hintergrund die Wellen rauschten und über uns der Himmel in bunten Farben leuchtete, ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Es war aber nicht nur die Kulisse, die diesen Abend besonders machte. Die Mischung aus Musik, gutem Essen, den Menschen um uns herum und dieser völlig anderen Art, Silvester zu verbringen, machte ihn für mich zu einem der schönsten Jahreswechsel überhaupt.
Schildkrötenschutz an der Südküste
Ein Besuch, der nachdenklich macht
Während unserer Zeit in Bentota besuchten wir auch eine kleine Schildkröten-Schutzstation an der Südküste Sri Lankas. Dort bekamen wir einen Einblick in die Arbeit mit Meeresschildkröten und erfuhren während einer Führung mehr über die verschiedenen Arten, die rund um Sri Lanka vorkommen.
Besonders spannend war für uns, die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Tiere aus nächster Nähe zu sehen. In einem geschützten Bereich konnten wir beobachten, wie kleine Schildkröten aus ihren Eiern schlüpften. Gleichzeitig wurden in mehreren Becken auch größere und verletzte Tiere gepflegt.

Während unseres Besuchs erfuhren wir, dass einige der Schildkröten von Einheimischen gefunden und zur Versorgung in die Station gebracht worden waren. Gerade die verletzten Tiere zu sehen, hat mir noch einmal deutlich gemacht, welchen Gefahren Meeresschildkröten ausgesetzt sind. Der Besuch war deshalb für mich nicht einfach nur ein weiterer Ausflug während unserer Reise. Die Tiere einmal so nah zu erleben und gleichzeitig mehr über ihren Schutz zu erfahren, ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.
Unterwegs nach Tissamaharama
Ein Abenteuer auf Sri Lankas Straßen
Nach ein paar entspannten Tagen in Bentota wollten wir weiter in den Süden nach Tissamaharama, kurz Tissa. Der Ort sollte unser Ausgangspunkt für eine Safari im Yala-Nationalpark werden. Statt einen privaten Transfer zu buchen, entschieden wir uns für die deutlich abenteuerlichere Variante: mit öffentlichen Bussen quer durch den Süden Sri Lankas.
Schon der Einstieg war ein Erlebnis für sich. Die Busse waren bunt geschmückt, laut und gut gefüllt. Wir wurden freundlich begrüßt und durften direkt vorne in der Nähe des Fahrers Platz nehmen. Während der Fahrt kamen wir immer wieder mit anderen Fahrgästen ins Gespräch. Einige waren neugierig, andere wollten wissen, woher wir kamen – und manche konnten sogar ein paar Worte Deutsch. Die Fahrt selbst war allerdings nichts für schwache Nerven. Überholmanöver, enge Kurven und ständiges Hupen gehörten einfach dazu. Was uns teilweise ziemlich gewagt vorkam, schien für die anderen Fahrgäste vollkommen normal zu sein.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber eine Begegnung unterwegs. An einem kleinen Ort auf der Strecke organisierte der Busfahrer kurzerhand jemanden, der uns auf dem restlichen Weg begleiten sollte. Ein junger Mann fuhr mit uns weiter und brachte uns schließlich bis vor die Tür unserer Unterkunft – ohne dafür etwas zu erwarten. Genau solche ungeplanten Begegnungen waren für mich einer der schönsten Aspekte unserer Sri-Lanka-Reise und zeigten die Gastfreundschaft des Landes. Wir wollten mit dem Bus nicht nur möglichst günstig von A nach B kommen, sondern auch etwas mehr vom Alltag im Land mitbekommen. Und genau das haben wir auf dieser Fahrt erlebt.

Mein Tipp zum Busfahren in Sri Lanka
Wenn du ebenfalls mit öffentlichen Bussen reisen möchtest, frag am besten in deiner Unterkunft nach der passenden Verbindung und dem richtigen Einstiegspunkt. Das Bussystem kann auf den ersten Blick etwas chaotisch wirken und unterwegs können Umstiege notwendig sein. Plane deshalb genügend Zeit ein und geh nicht davon aus, dass eine längere Strecke minutengenau nach Fahrplan verläuft.
Tissamaharama
Zwischen Tempeln, Reisfeldern und dem Tissa Wewa
Tissamaharama war für uns zunächst vor allem der Ausgangspunkt für unsere Safari im Yala-Nationalpark. Doch auch der Ort selbst hatte einiges zu bieten und zeigte uns noch einmal eine ganz andere Seite Sri Lankas.
Besonders beeindruckt hat mich die Tissamaharama Raja Maha Vihara mit ihrer riesigen weißen Stupa. Schon von Weitem ist sie kaum zu übersehen. Vor Ort herrschte eine angenehm ruhige Atmosphäre und wir nahmen uns etwas Zeit, die Tempelanlage auf uns wirken zu lassen.

Nicht weit entfernt befindet sich mit der Yatala Vehera eine weitere historische Stupa. Auch hier lohnt es sich, nicht einfach nur schnell ein Foto zu machen, sondern ein wenig Zeit für die Anlage einzuplanen.
Eine schöne Abwechslung zu den Tempeln war der Tissa Wewa, der große See bei Tissamaharama. Besonders gegen Abend ist die Umgebung sehr stimmungsvoll. Palmen spiegeln sich im Wasser und mit etwas Glück kannst du zahlreiche Vögel und Flughunde beobachten. Gerade diese Mischung aus Natur, buddhistischen Tempeln und dem deutlich ruhigeren Alltag machte Tissamaharama für mich zu mehr als nur einer Zwischenstation auf dem Weg zum Yala-Nationalpark.
Mein Tipp: Wenn du ohnehin für eine Safari in Tissamaharama übernachtest, plane ruhig etwas Zeit ein, um auch den Ort und seine Umgebung zu entdecken.
Kirinda Beach
Tempel, Küste und eine besondere Legende
Von Tissamaharama aus machten wir einen Ausflug nach Kirinda an der Südküste Sri Lankas. Nach den Tempeln und dem Tissa Wewa erwartete uns hier wieder eine ganz andere Landschaft: eine raue Küste, große Felsen und ein vergleichsweise ruhiger Strand. Direkt oberhalb der Küste liegt der Kirinda-Tempel auf einem Felsen. Schon allein wegen seiner Lage lohnt sich der Weg nach oben, denn von dort hast du einen weiten Blick über das Meer und die Küstenlandschaft.

Mit Kirinda ist außerdem die Legende von Prinzessin Viharamahadevi verbunden. Der Überlieferung zufolge wurde sie als Opfergabe aufs Meer geschickt, um eine Flutkatastrophe abzuwenden. Ihr Boot soll schließlich an der Küste bei Kirinda angelandet sein. Später heiratete sie König Kavantissa und wurde die Mutter von König Dutugemunu.
Nach dem Tempel nahmen wir uns noch etwas Zeit für den Strand. Gerade weil während unseres Besuchs nicht viel los war, bildete Kirinda einen schönen Kontrast zu den bekannteren Orten unserer Reise. Wenn du ohnehin in Tissamaharama übernachtest, lässt sich Kirinda gut als zusätzlicher Ausflug mit der Umgebung verbinden.
Yala Nationalpark
Auf Safari im wilden Süden Sri Lankas
Eines der Highlights unserer Sri-Lanka-Reise war definitiv die Safari im Yala-Nationalpark. Von Tissamaharama aus lässt sich der Park gut erreichen, weshalb wir unsere Tour direkt über unsere Unterkunft organisierten. Dafür hieß es allerdings früh aufstehen: Schon um 3:45 Uhr startete unsere Tour.

Noch bevor wir den Nationalpark erreichten, wartete eine kleine Überraschung auf uns. Unser Fahrer machte einen Zwischenstopp bei seiner Familie, wo wir herzlich zum Frühstück eingeladen wurden. Es gab unter anderem Hoppers, die typischen schalenförmigen Pfannkuchen aus Reismehl. Was für eine schöne Begegnung. Im Morgengrauen erreichten wir schließlich den Park und machten uns mit dem Jeep auf die Suche nach seinen tierischen Bewohnern.

Und wir hatten Glück: Unterwegs sahen wir Elefanten, Wasserbüffel, Krokodile und zahlreiche Vogelarten. Nur einer ließ sich während unserer Safari nicht blicken – der Leopard. Natürlich hätten wir gerne einen gesehen. Enttäuscht waren wir trotzdem nicht. Allein mit dem Jeep durch die unterschiedlichen Landschaften des Nationalparks zu fahren und die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, war für mich ein besonderes Erlebnis.
Mein Tipp für eine Safari im Yala-Nationalpark
Wenn du Yala besuchen möchtest, eignet sich Tissamaharama als Ausgangspunkt. Safaris werden dort von zahlreichen Unterkünften und lokalen Anbietern organisiert. Vergleiche dabei nicht nur den Preis, sondern auch Dauer der Safari, enthaltene Leistungen und Gruppengröße bzw. Anzahl der Personen im Jeep. Die Eintrittsgebühren und Preise können sich ändern, deshalb würde ich aktuelle Kosten immer direkt vor der Reise prüfen. Und ganz wichtig: Auch im Yala-Nationalpark gibt es keine Garantie auf bestimmte Tierbeobachtungen. Gerade bei Leoparden gehört eine ordentliche Portion Glück dazu.
Was du bei mehr Zeit noch entdecken kannst
Ideen für eine längere Sri-Lanka-Reise
Unsere eigene Reise durch Sri Lanka war relativ kurz und führte uns vor allem durch den Südwesten und Süden des Landes. Einige der bekanntesten Regionen Sri Lankas haben wir deshalb selbst nicht besucht. Wenn du mehr Zeit mitbringst, kannst du deine Route beispielsweise um Kandy und das zentrale Hochland erweitern. Kandy ist vor allem für den Zahntempel bekannt und ein beliebter Ausgangspunkt für die Weiterreise Richtung Ella.
Auch die Zugstrecke durch das Hochland nach Ella gehört zu den bekanntesten Reiseerlebnissen Sri Lankas. Die Strecke führt durch eine grüne Berglandschaft mit Teeplantagen und kleinen Orten und lässt sich gut in eine längere Rundreise integrieren. Eine weitere Möglichkeit ist, mehr Zeit an der Südküste einzuplanen und beispielsweise Mirissa oder andere Küstenorte in die Route aufzunehmen.
Fazit
Sri Lanka – Eine kurze Reise mit vielen besonderen Begegnungen
Unsere Zeit in Sri Lanka war zwar vergleichsweise kurz, trotzdem ist mir diese Reise bis heute sehr lebendig in Erinnerung geblieben. Und das liegt nicht nur an den Stränden, Tempeln oder unserer Safari im Yala-Nationalpark. Besonders waren für mich vor allem die vielen kleinen Begegnungen unterwegs: Silvester mit Freunden am Strand von Bentota zu feiern, mit öffentlichen Bussen durch den Süden zu fahren, von völlig fremden Menschen Hilfe angeboten zu bekommen oder morgens vor unserer Safari bei der Familie unseres Fahrers zu frühstücken.
Natürlich gehören auch die großen Erlebnisse dazu. Die Mangroven am Bentota River, die Tempel rund um Tissamaharama, die raue Küste von Kirinda und schließlich Elefanten, Wasserbüffel und Krokodile im Yala-Nationalpark haben uns innerhalb weniger Tage sehr unterschiedliche Seiten Sri Lankas gezeigt. Gerade diese Mischung hat die Reise für mich besonders gemacht. Wir hatten keinen bis ins Detail durchgeplanten Ablauf, waren teilweise einfach mit dem Bus unterwegs und wussten nicht immer genau, was uns am nächsten Ort erwarten würde. Wenn ich an Sri Lanka zurückdenke, sind es deshalb nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, die hängen geblieben sind. Es sind vor allem die Menschen, die spontanen Momente und die Erlebnisse dazwischen.
FAQ: Sri Lanka
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich für Sri Lanka ein Visum?
Ja. Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Reisen eine Electronic Travel Authorization (ETA), die vor der Einreise beantragt werden muss. Seit dem 25. Mai 2026 ist die touristische ETA für deutsche Reisende für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen gebührenfrei.
Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, solltest du die aktuellen Vorgaben vor deiner Reise noch einmal prüfen.
Wie viele Tage sollte ich für Sri Lanka einplanen?
Das hängt davon ab, wie viel du sehen möchtest. Unsere eigene Reise war relativ kurz und konzentrierte sich auf Bentota, Tissamaharama, Kirinda und den Yala-Nationalpark.
Wenn du zusätzlich das Hochland, Kandy, Ella oder weitere Regionen der Insel besuchen möchtest, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen. Gerade wegen der teilweise längeren Fahrtzeiten würde ich Sri Lanka nicht mit zu vielen Stationen vollpacken.
Kann man Sri Lanka gut mit öffentlichen Bussen bereisen?
Ja. Wir selbst sind von Bentota Richtung Tissamaharama mit öffentlichen Bussen gefahren und haben dabei sehr positive Erfahrungen gemacht. Die Busse sind günstig und du bekommst unterwegs viel vom Alltag im Land mit.
Allerdings kann das Bussystem zunächst etwas chaotisch wirken und längere Strecken können mehrere Umstiege erfordern. Frag am besten in deiner Unterkunft nach der passenden Verbindung und plane ausreichend Zeit ein.
Lohnt sich eine Safari im Yala-Nationalpark?
Für uns definitiv. Wir haben während unserer Safari unter anderem Elefanten, Wasserbüffel, Krokodile und zahlreiche Vogelarten gesehen.
Leoparden leben ebenfalls im Yala-Nationalpark, eine Sichtung ist aber nie garantiert – wir selbst haben keinen gesehen. Gerade deshalb solltest du eine Safari nicht ausschließlich mit der Erwartung buchen, einen Leoparden zu entdecken.
Wie bezahle ich am besten in Sri Lanka?
Die Landeswährung ist die Sri-Lanka-Rupie (LKR). In touristischen Regionen kannst du häufig mit Karte bezahlen und findest Geldautomaten. Trotzdem solltest du immer etwas Bargeld dabeihaben, besonders für Busfahrten, Tuk-Tuks, kleinere Restaurants und unterwegs in ländlicheren Gegenden.
Welche Impfungen brauche ich für Sri Lanka?
Bei einer direkten Einreise aus Deutschland sind derzeit keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird unter anderem eine Impfung gegen Hepatitis A. Je nach Reiseroute, Aufenthaltsdauer und persönlichem Risiko können weitere Impfungen sinnvoll sein.
Außerdem solltest du auf einen konsequenten Mückenschutz achten und dich vor deiner Reise individuell reisemedizinisch beraten lassen.
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