Traumstrand der Philippinen - Insel Palawan

Die Philippinen

Backpacking auf der Insel Palawan

Lesezeit: 16 Minuten

Meine Philippinen-Route auf einen Blick

Reisedauer

3 Wochen

Reisezeit

Dezember

Reiseart

Individuell & Backpacking

Route

Puerto Princesa → Port Barton → Sabang → El Nido → Port Barton → Manila

Besonders geeignet für

Natur, Strände, Schnorcheln, Island-Hopping & individuelles Reisen

Meine Reise durch Palawan

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7.000 Inseln. Für meine Reise entschied ich mich ganz bewusst für Palawan. Mich reizte vor allem die Mischung aus tropischen Stränden, dichtem Grün, kleinen Orten und den beeindruckenden Kalksteinlandschaften rund um El Nido. Außerdem erfüllte ich mir hier einen kleinen Reisewunsch: zum ersten Mal Weihnachten unter Palmen zu verbringen. Unsere Reise führte uns von Puerto Princesa nach Port Barton, weiter zum Underground River bei Sabang und schließlich nach El Nido. Besonders Port Barton wurde für uns zu einem echten Herzensort – so sehr, dass wir unsere Pläne spontan änderten und am Ende der Reise noch einmal dorthin zurückkehrten. Auf dieser Seite nehme ich dich mit auf meine Reise durch Palawan und teile meine persönlichen Erfahrungen genauso wie praktische Tipps zu Unterkünften, Transport, Ausflügen und den einzelnen Stationen unserer Route.

Beste Reisezeit
  • Für eine Reise nach Palawan eignen sich vor allem die trockeneren Monate von Dezember bis April. In dieser Zeit sind die Bedingungen meist besonders gut für Strandtage, Bootsausflüge und Island-Hopping.
  • Grundsätzlich herrscht auf Palawan ganzjährig tropisches Klima mit warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. In der regenreicheren Jahreszeit musst du häufiger mit kräftigen Schauern und unbeständigerem Wetter rechnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es den ganzen Tag regnet.
  • Meine Erfahrung: Ich war über Weihnachten auf Palawan. Auch während unserer Reise hatten wir nicht ausschließlich Sonnenschein – beim Underground River in Sabang war es beispielsweise bewölkt und zwischendurch regnete es. Trotzdem konnten wir unsere Route und die geplanten Ausflüge gut durchführen.
Visabestimmungen
  • Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ohne vorher beantragtes Visum möglich. Bei der Einreise wird ein gebührenfreies Visa on Arrival bzw. Visa Waiver erteilt. Dafür benötigst du einen gültigen Reisepass sowie ein Rück- oder Weiterflugticket. Der Reisepass sollte noch mindestens sechs Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
  • Vor der Einreise musst du dich außerdem über das eTravel-Portal der philippinischen Regierung registrieren. Den dabei erzeugten QR-Code solltest du beim Check-in beziehungsweise bei der Einreise griffbereit haben.
  • Möchtest du länger bleiben, kann der Aufenthalt über das philippinische Bureau of Immigration verlängert werden.
  • Stand: September 2026. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, solltest du sie vor deiner Reise noch einmal beim Auswärtigen Amt oder den philippinischen Behörden überprüfen.
Unterkünfte
  • Auf Palawan findest du vom einfachen Gästehaus und kleinen Strandbungalow bis zum komfortablen Resort eine große Auswahl an Unterkünften. Besonders in El Nido ist die Auswahl mittlerweile groß, während kleinere Orte wie Port Barton für mich gerade durch ihre einfacheren Unterkünfte direkt am Strand ihren besonderen Reiz hatten.
  • Während unserer Reise haben wir in folgenden Unterkünften übernachtet:
  • Puerto Princesa: Orange Mangrove House
  • Port Barton: Ausans Beach Front Cottages
  • El Nido: Fabregas Beach Cottages
  • Port Barton: Greenviews
  • Gerade in Port Barton würde ich jederzeit wieder eine Unterkunft möglichst nah am Strand wählen. Abends noch mit den Füßen im Sand zu sitzen und das Meer direkt vor der Tür zu haben, gehörte für mich dort einfach dazu.
  • Hinweis: Meine Übernachtungen stammen aus meiner damaligen Reise. Ausstattung, Betreiber, Preise und Verfügbarkeit können sich inzwischen verändert haben.
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
  • El Nido & Bacuit-Archipel Die spektakuläre Karstlandschaft rund um El Nido gehört zu den bekanntesten Regionen Palawans. Beim Island-Hopping kannst du Lagunen, kleine Inseln und Strände erkunden. Besonders beeindruckt haben mich die Big und Small Lagoon, die wir mit dem Kajak erkundeten.
  • Port Barton war mein persönlicher Lieblingsort auf Palawan. Neben entspannten Tagen am Strand kannst du von hier Island-Hopping- und Schnorcheltouren unternehmen oder zu Fuß zum Pamuayan Wasserfall wandern.
  • Underground River bei Sabang Der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit kleinen Booten geht es durch einen Teil des unterirdischen Flusssystems und hinein in die beeindruckende Karsthöhle.
  • Pamuayan Wasserfall Von Port Barton kannst du zum Pamuayan Wasserfall wandern. Der Weg durch die tropische Landschaft war für uns eine schöne Abwechslung zu Strand und Island-Hopping.
  • Puerto Princesa Für uns war Puerto Princesa vor allem Ausgangspunkt unserer Palawan-Reise. Wir verbrachten hier zunächst eine Nacht, bevor es weiter nach Port Barton ging.
Gut zu wissen

Wetter: Auf Palawan herrscht tropisches Klima mit ganzjährig warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Auch während der trockeneren Reisezeit kann es regnen – eine leichte Regenjacke gehört deshalb für mich ins Gepäck.

Transport: Auf Palawan bewegst du dich je nach Strecke vor allem mit Minivans, Tricycles und Booten fort. Wir nutzten Minivans für längere Strecken zwischen unseren einzelnen Stationen und Boote für unsere Ausflüge zu den vorgelagerten Inseln.

Infrastruktur: Die touristische Infrastruktur unterscheidet sich je nach Ort deutlich. El Nido ist wesentlich stärker touristisch erschlossen als kleinere Orte wie Port Barton. Als ich dort war, gehörten eine eingeschränkte Stromversorgung und einfachere Infrastruktur noch zum Alltag. Diese Erfahrung stammt allerdings aus meiner damaligen Reise und sollte nicht als aktueller Stand verstanden werden.

Währung & Bezahlen: Bezahlt wird mit dem Philippinischen Peso (PHP). Gerade außerhalb größerer Orte solltest du dich nicht ausschließlich auf Kartenzahlung verlassen und ausreichend Bargeld einplanen. Wie gut Geldautomaten und Kartenzahlungen verfügbar sind, kann sich jedoch schnell verändern.

Sicherheit: Die Sicherheitslage unterscheidet sich innerhalb der Philippinen deutlich. Für bestimmte Regionen des Landes besteht eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts. Informiere dich deshalb vor deiner Reise über die aktuelle Situation entlang deiner konkreten Route und beachte die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

Respekt & Verhalten: Die Philippinen sind überwiegend christlich geprägt. Beim Besuch von Kirchen und anderen religiösen Orten solltest du dich respektvoll verhalten und auf angemessene Kleidung achten. Frage Menschen außerdem um Erlaubnis, bevor du sie aus nächster Nähe fotografierst.

Weihnachten unter Palmen

Der Start ins Inselabenteuer

Einmal Weihnachten unter Palmen verbringen – das wollte ich unbedingt erleben. Also tauschten wir im Dezember das kalte Deutschland gegen die Tropen und machten uns auf den Weg auf die Philippinen.

Unsere Reise begann in Frankfurt. Nach rund 16 Stunden Flug erreichten wir zunächst Manila und flogen von dort weiter nach Puerto Princesa auf Palawan. Hier begann unsere eigentliche Reise über die Insel. Nach der langen Anreise blieben wir zunächst eine Nacht in Puerto Princesa, bevor es am nächsten Morgen weiter nach Port Barton ging.

Puerto Princesa

Erster Stopp auf Palawan

In Puerto Princesa blieben wir zunächst für eine Nacht, um nach der langen Anreise erst einmal anzukommen. Die Stadt ist für viele Reisende ein praktischer Ausgangspunkt für eine Reise durch Palawan, denn der internationale Flughafen verbindet sie unter anderem mit Manila und anderen philippinischen Inseln. Auch der berühmte Puerto Princesa Subterranean River National Park wird häufig von hier aus besucht. Der eigentliche Underground River liegt allerdings bei Sabang, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Puerto Princesa. Wir besuchten ihn erst später auf unserer Reise.

Für uns war Puerto Princesa deshalb weniger eine klassische Sightseeing-Station als vielmehr der Startpunkt unseres Palawan-Abenteuers. Bereits am nächsten Morgen ging es mit dem Minivan weiter nach Port Barton.

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Port Barton

Der Ort, an den wir später zurückkehren sollten

Von Puerto Princesa ging es mit dem Minivan weiter nach Port Barton an der Westküste Palawans. Schon die Fahrt dorthin zeigte uns eine ganz andere Seite der Insel: Je weiter wir uns von Puerto Princesa entfernten, desto ruhiger wurde es. Port Barton war damals noch deutlich einfacher touristisch erschlossen als El Nido. Während unserer Reise gab es beispielsweise nur von etwa 6 bis 22 Uhr Strom. Für uns gehörte genau das zum Erlebnis dazu.

Abends spielte sich vieles direkt am Strand ab: Lagerfeuer, Gitarrenmusik, frischer Fisch und über uns einer der klarsten Sternenhimmel, die ich bis dahin gesehen hatte. Statt großer Hotelanlagen fanden wir kleine Unterkünfte, Restaurants und Bars entlang der Bucht. Port Barton wurde während unserer Reise schnell zu meinem Lieblingsort auf Palawan und später sogar zu dem Ort, für den wir unsere ursprünglichen Reisepläne noch einmal ändern sollten.

Gut zu wissen: Port Barton hat sich seit meiner Reise touristisch weiterentwickelt. Meine Erfahrungen mit Stromversorgung, Infrastruktur und Unterkünften beschreiben deshalb den Stand meiner damaligen Reise und nicht die heutige Situation.

Island-Hopping vor Port Barton

Einer unserer schönsten Ausflüge in Port Barton führte uns mit dem Boot zu den kleinen Inseln und Schnorchelplätzen vor der Küste. Touren kannst du direkt im Ort bei verschiedenen Anbietern buchen. Je nach Route werden unterschiedliche Inseln, Strände und Schnorchelspots angefahren. Unsere Tour führte uns unter anderem zu Orten wie German Island, Exotic Island und Paradise Island. Mehrere Stunden waren wir mit dem Boot unterwegs, zwischendurch blieb immer wieder Zeit zum Schwimmen und Schnorcheln. Bei unserer Tour waren außerdem Mittagessen und Schnorchelausrüstung inklusive. Unter Wasser begegneten uns zahlreiche tropische Fische und Korallen. An einigen Schnorchelstellen fiel mir allerdings auch auf, dass Teile der Korallen beschädigt und teilweise schon tot wirkten – neben all der Schönheit war das für mich auch eine Erinnerung daran, wie empfindlich diese Unterwasserwelt ist.

Mein Tipp: Vergleiche vor Ort die angebotenen Routen und Gruppengrößen, denn die Stopps können sich je nach Anbieter und Bedingungen unterscheiden. Meine damaligen Preise habe ich bewusst nicht als aktuellen Richtwert übernommen, da sich die Kosten seit meiner Reise verändert haben können.

Pamuayan Wasserfall

Zu Fuß durch die tropische Landschaft

Nach den Tagen am Strand wollten wir auch etwas vom grünen Hinterland rund um Port Barton sehen und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Pamuayan Wasserfall. Der Weg führt durch tropische Vegetation und ist grundsätzlich gut zu bewältigen. Für die Wanderung solltest du trotzdem ausreichend Wasser, Insektenschutz und festes Schuhwerk dabeihaben. Besonders nach Regen können einzelne Abschnitte rutschig werden. Nach der Wanderung erreichst du den Wasserfall mit seinem natürlichen Becken, in dem wir uns erst einmal abkühlen konnten. Gerade nach der Wärme und hohen Luftfeuchtigkeit unterwegs kam das ziemlich gelegen. Für mich war der Ausflug eine schöne Abwechslung zu den Stränden und Bootstouren rund um Port Barton und zeigte noch einmal eine ganz andere Seite der Umgebung.

Tipp: Starte deine Wanderung früh am Morgen, um die Ruhe und die unberührte Natur ganz für dich allein zu genießen..

Ein Weihnachtsabend der anderen Art

Manchmal kommt es anders als man denkt

Eigentlich hatte ich mir mein erstes Weihnachten unter Palmen etwas anders vorgestellt: Sonne, Strand, gutes Essen und Heiligabend mit den Füßen im Sand. Kurz nach einem unserer Schnorchelausflüge bekam ich allerdings starke Magenkrämpfe. Beim Schnorcheln hatte ich versehentlich etwas Meerwasser geschluckt und damals vermutete ich sofort, dass das der Auslöser gewesen sein könnte. Ob tatsächlich das Meerwasser dahintersteckte oder ich mir den Magen an anderer Stelle verdorben hatte, lässt sich im Nachhinein natürlich nicht sagen. Statt Weihnachten am Strand verbrachte ich den Heiligen Abend deshalb größtenteils in unserer Unterkunft. Nicht unbedingt das tropische Weihnachtsfest, das ich mir vorher ausgemalt hatte – aber definitiv eines, das ich nicht vergessen werde. Zum Glück ging es mir nach etwa zwei Tagen wieder besser und unsere Reise konnte weitergehen.

Mein Tipp für Palawan: Leitungswasser solltest du nicht trinken. Gerade auf Reisen gehört für mich außerdem immer eine kleine Reiseapotheke mit Mitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden ins Gepäck. Mehr Tipps zum Thema Packen findest du hier.

Lucky

Eine Begegnung, die alles veränderte

Manchmal sind es auf Reisen nicht die berühmten Sehenswürdigkeiten, die am längsten in Erinnerung bleiben. In Port Barton war es für uns ein kleiner Hund, den wir Lucky nannten. Der Welpe wurde am Strand von Port Barton von einem Rudel Straßenhunde attackiert. Ohne zu zögern griffen wir ein, nahmen den verletzten Kleinen bei uns auf und kümmerten uns um ihn. Er war dünn und wirkte geschwächt. Einfach weiterzugehen und ihn seinem Schicksal zu überlassen, brachte ich nicht übers Herz. Also kümmerten wir uns um ihn, gaben ihm Futter und Wasser und versuchten herauszufinden, wie wir ihm helfen konnten. Innerhalb kürzester Zeit gehörte Lucky irgendwie zu unserem Alltag in Port Barton.

Da wir bald weiterreisen mussten, machten wir uns auf die Suche nach einem liebevollen Zuhause und fanden es im kleinen Strandresort Greenviews. Die Anlage wird geführt von einem britisch-philippinischen Paar und legt großen Wert auf Tier- und Umweltschutz. Sie erklärten sich bereit, Lucky aufzunehmen, wenn wir die tierärztlichen Kosten übernehmen würden. Natürlich sagten wir sofort zu. Schon nach wenigen Tagen und einem Besuch beim Tierarzt erholte sich Lucky zusehends. Einen Straßenhund auf den Philippinen zu finden ist das eine – ihn tatsächlich dauerhaft zu retten, während man selbst als Reisender unterwegs ist, etwas völlig anderes. Lucky war schließlich auch einer der Gründe, warum uns Port Barton nach unserer Weiterreise nicht losließ und wir später noch einmal zurückkehrten. Diese Begegnung hat meine Erinnerung an Palawan bis heute geprägt. Wenn ich an Port Barton denke, denke ich deshalb nicht zuerst an Strände oder Palmen, sondern ziemlich schnell an Lucky.

Underground River auf Palawan

Mit dem Boot durch den Puerto Princesa Subterranean River National Park

Von Port Barton führte unsere Reise weiter nach Sabang. Der kleine Ort an der Westküste Palawans ist vor allem als Ausgangspunkt für den Puerto Princesa Subterranean River National Park bekannt – besser bekannt als Underground River. Der Nationalpark gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Durch die beeindruckende Karstlandschaft verläuft ein unterirdisches Flusssystem, das direkt mit dem Meer verbunden ist.

Um zum Eingang der Höhle zu gelangen, ging es zunächst mit einem kleinen Boot entlang der Küste. Schon die Anfahrt zwischen Meer, dicht bewachsenen Kalksteinfelsen und Strand war für mich Teil des Erlebnisses. Anschließend stiegen wir in kleinere Paddelboote um und fuhren hinein in die Dunkelheit der Höhle. Im Licht der Lampen tauchten immer wieder riesige Felsformationen, Stalaktiten und Stalagmiten auf. Über unseren Köpfen lebten Fledermäuse und teilweise war außer dem Plätschern des Wassers kaum etwas zu hören. Gerade dieser Wechsel zwischen tropischer Küstenlandschaft draußen und der dunklen Höhlenwelt im Inneren machte den Underground River für mich zu einem der außergewöhnlichsten Ausflüge unserer Palawan-Reise.

Gut zu wissen: Für den Besuch des Underground River benötigst du eine Besuchsgenehmigung (Permit). Da die Zahl der täglichen Besucher begrenzt sein kann, solltest du dich besonders in der Hauptreisezeit frühzeitig um deinen Ausflug kümmern. Touren werden unter anderem von Puerto Princesa und Sabang aus angeboten. Je nach gebuchter Variante unterscheiden sich Transfer, Bootsfahrt, Genehmigungen und weitere enthaltene Leistungen. Wenn du ohnehin durch Palawan reist, kannst du den Besuch – so wie wir – gut mit einem Aufenthalt in Sabang verbinden, anstatt nur für einen Tagesausflug von Puerto Princesa anzureisen.

Nach unserem Höhlenabenteuer blieb noch etwas Zeit, um die ruhige Seite von Sabang zu entdecken. Der Sabang Beach erstreckt sich über etwa zwei Kilometer entlang der Küste. Weißer Sand, Palmen und kristallklares Wasser laden normalerweise zum Schwimmen, Sonnenbaden und entspannten Spaziergängen ein.
An diesem Tag allerdings spielte das Wetter nicht ganz mit. Der Himmel war bewölkt und hin und wieder zogen leichte Regenschauer vorbei. Doch genau diese Stimmung verlieh dem Strand eine ganz besondere Atmosphäre – ruhig, fast mystisch, und angenehm leer. In kleinen Strandbars kannst du dir eine frische Kokosnuss holen, die Füße in den warmen Sand stecken und einfach die Seele baumeln lassen. Der perfekte Ausklang eines erlebnisreichen Tages, auch wenn die Sonne sich einmal versteckt.

El Nido

Zwischen Kalksteinfelsen, Lagunen und Island-Hopping

Nach ein paar entspannten Tagen in Port Barton führte uns unsere Reise weiter in den Norden Palawans nach El Nido. Mit dem Minivan waren wir mehrere Stunden unterwegs, bevor wir den wohl bekanntesten Ort unserer Palawan-Reise erreichten. Der Kontrast zu Port Barton hätte für mich kaum größer sein können. El Nido war deutlich touristischer, mit zahlreichen Unterkünften, Restaurants, Bars, kleinen Shops und Touranbietern. Mir persönlich fehlte hier ein wenig die entspannte Atmosphäre, die ich in Port Barton so sehr lieben gelernt hatte.

Die eigentliche Faszination El Nidos liegt für mich ohnehin vor der Küste: die gewaltigen Kalksteinfelsen, kleinen Inseln und türkisfarbenen Lagunen des Bacuit-Archipels. Natürlich wollten auch wir diese Landschaft vom Wasser aus erleben und buchten eine Island-Hopping-Tour. Besonders beeindruckend waren für mich die Small Lagoon und Big Lagoon, die wir teilweise mit dem Kajak erkundeten. Zwischen den steilen Kalksteinwänden über das Wasser zu paddeln, gehörte definitiv zu den besonderen Momenten unserer Zeit in El Nido.

Für mich waren vor allem die riesigen Kalksteinfelsen beeindruckend, die teilweise fast senkrecht aus dem türkisfarbenen Wasser aufragen. Vom Boot aus wirkt die Landschaft noch einmal völlig anders als von El Nido selbst. Bei unserer Tour waren Mittagessen und mehrere Stopps zum Schwimmen, Schnorcheln und Erkunden der Inselwelt eingeplant. Genau diese Kombination machte den Ausflug für mich zu einem der Highlights unserer Zeit in El Nido.

Ein weiterer Stopp unserer Tour war der Matinloc Shrine. Die verlassene Anlage auf Matinloc Island wirkte zwischen den Felsen und der tropischen Landschaft fast ein wenig surreal. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Ausblick von dort oben über das Meer und die umliegenden Inseln. Auch wenn El Nido selbst nicht mein Lieblingsort auf Palawan wurde, hat mich die Landschaft rund um den Ort umso mehr beeindruckt.

Zurück nach Port Barton

Heimkommen ans Meer

Nach ein paar Tagen im lebhaften El Nido merkten wir, wie sehr uns die Ruhe von Port Barton fehlte – und natürlich wollten wir wissen, wie es unserem kleinen Schützling Lucky ging. Also änderten wir kurzerhand unsere Pläne und beschlossen, die letzten Tage auf Palawan noch einmal dort zu verbringen. Zurück in Port Barton fühlte es sich tatsächlich ein bisschen wie Heimkommen an. Die kleinen Läden, Restaurants direkt am Strand und die ruhige Bucht waren uns inzwischen vertraut. Nach dem deutlich lebhafteren El Nido genossen wir es umso mehr, wieder hier zu sein.

Dass wir am Ende unserer Reise freiwillig noch einmal zurückkehrten, sagt wahrscheinlich mehr über Port Barton aus als jede klassische Reiseempfehlung: Von allen Orten unserer Palawan-Reise war es derjenige, an dem wir uns am wohlsten gefühlt haben.

Letzter Stopp Manila

Abschied von den Philippinen

Für die letzten Tage unseres Aufenthalts auf den Philippinen kehrten wir zurück nach Manila. Nach der Ruhe auf Palawan war die Millionenmetropole erst einmal ein ziemlicher Kontrast: dichter Verkehr, Menschenmassen, riesige Einkaufszentren und mittendrin immer wieder Spuren der Vergangenheit.

Mit Intramuros, dem historischen Zentrum Manilas, lernten wir noch einmal eine ganz andere Seite der Philippinen kennen. Einen ebenso starken Kontrast dazu bildete die riesige Mall of Asia – nach den kleinen Orten auf Palawan fühlte sich allein ihre Größe fast schon überwältigend an. Manila war für uns allerdings nicht nur der Abschluss unserer Zeit auf den Philippinen, sondern gleichzeitig der Ausgangspunkt für das nächste Kapitel unserer Reise. Kurz vor dem Jahreswechsel stiegen wir wieder ins Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Sri Lanka.

Kleiner Tipp: Achte bei der Wahl deiner Unterkunft auf die Lage. Besonders in Vierteln wie Makati oder Bonifacio Global City findest du sichere und komfortable Hotels, perfekt für die letzte Nacht auf dieser faszinierenden Reise.

Fazit

Zwischen Traumstränden und Momenten, die nicht planbar waren

FAQ

Praktische Tipps für deine Reise nach Palawan

Für die Philippinen besteht derzeit eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts, die bestimmte Regionen des Landes betrifft. Für eine Reise nach Palawan solltest du dich trotzdem vorab über die aktuelle Sicherheitslage entlang deiner konkreten Route informieren.

Meine eigenen Erfahrungen auf der Route Puerto Princesa – Port Barton – Sabang – El Nido waren positiv. Das ist allerdings meine persönliche Reiseerfahrung und keine allgemeine Aussage über die heutige Sicherheitslage.

Wie überall auf Reisen solltest du auf deine Wertsachen achten, nachts abgelegene Gegenden meiden und dich vor Ort über aktuelle Entwicklungen informieren.

Zwischen den einzelnen Orten auf Palawan sind Minivans eine praktische Möglichkeit. Auch wir nutzten sie für unsere Route von Puerto Princesa über Port Barton bis in den Norden der Insel.

Für kürzere Strecken werden häufig Tricycles genutzt, während du die Inselwelt rund um Port Barton und El Nido natürlich am besten mit dem Boot erkundest.

Plane für längere Strecken ausreichend Zeit ein. Die Entfernungen auf der Karte wirken teilweise überschaubar, durch die Straßenverhältnisse und Zwischenstopps kann die Fahrt jedoch deutlich länger dauern als erwartet.

Wie teuer deine Palawan-Reise wird, hängt stark von deinem Reisestil ab. Einfache Unterkünfte, lokale Restaurants und gemeinsam gebuchte Bootstouren machen individuelles Reisen vergleichsweise günstig, während komfortable Resorts, private Transfers und private Island-Hopping-Touren das Budget deutlich erhöhen.

Meine im Reisebericht genannten Preise stammen von meiner eigenen Reise und sind deshalb nicht mehr als aktueller Richtwert geeignet.

Mein Tipp: Plane neben Unterkunft und Verpflegung vor allem ausreichend Budget für Transfers und Island-Hopping ein – gerade die Bootsausflüge gehören für mich zu den Erlebnissen, für die sich die Reise nach Palawan besonders lohnt.

Bezahlt wird auf den Philippinen mit dem Philippinischen Peso (PHP). In touristischen Orten werden Karten zunehmend akzeptiert, trotzdem solltest du dich auf Palawan nicht ausschließlich darauf verlassen.

Gerade in kleineren Orten, bei lokalen Restaurants, Tricycles, kleinen Unterkünften oder Ausflügen kann Bargeld weiterhin wichtig sein. Hebe deshalb rechtzeitig Geld ab und plane eine kleine Bargeldreserve ein.

Meine eigenen Erfahrungen mit Geldautomaten und Kartenzahlung stammen aus meiner damaligen Reise und sollten nicht als aktueller Stand verstanden werden.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind grundsätzlich keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird unter anderem eine Impfung gegen Hepatitis A. Je nach Reiseroute, Aufenthaltsdauer und persönlichem Risiko können weitere Impfungen sinnvoll sein.

Achte außerdem darauf, dass deine Standardimpfungen aktuell sind und schütze dich konsequent vor Mückenstichen.

Welche Impfungen und gegebenenfalls weitere Vorsorgemaßnahmen für deine persönliche Reise sinnvoll sind, solltest du vorab mit einer reisemedizinischen Praxis besprechen.

Für eine Route über Puerto Princesa, Port Barton, Sabang und El Nido würde ich mindestens 10 bis 14 Tage einplanen. So bleibt neben den Transfers ausreichend Zeit für Island-Hopping, Strände und spontane Ausflüge.

Wenn du langsamer reisen möchtest, lohnt sich mehr Zeit. Gerade Port Barton war für uns ein Ort, an dem wir gerne länger geblieben wären – und zu dem wir am Ende unserer Reise sogar noch einmal zurückkehrten.

Versuche deshalb nicht, zu viele Inseln und Orte in eine kurze Reise zu packen. Die Transfers auf den Philippinen benötigen häufig mehr Zeit, als man zunächst erwartet.

Für mich ganz klar: ja. Palawan lässt sich gut individuell bereisen und verschiedene Orte können mit Minivans und Booten miteinander kombiniert werden.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus einfachen Unterkünften, spontanen Ausflügen, Island-Hopping und Orten wie Port Barton, an denen wir unsere Pläne auch einfach einmal über den Haufen werfen konnten.

Wenn du auf deiner Reise nicht jeden Tag durchplanen möchtest und Strände, Natur und Inselwelten liebst, ist Palawan für eine individuelle Reise besonders spannend.

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