
Kambodscha
Eine Reise nach Siem Reap
Lesezeit: 14 Minuten
Meine Reise nach Siem Reap auf einen Blick
Reisedauer
10 Tage
Reisezeit
Januar
Reiseart
Individuell & Backpacking
Route
Siem Reap / Angkor Wat
Besonders geeignet für
Kultur & Geschichtsinteressierte
Siem Reap & Angkor Wat
Meine Erfahrungen und Reisetipps
Siem Reap war für mich weit mehr als nur der Ausgangspunkt für einen Besuch von Angkor Wat. Zehn Tage lang entdeckten wir die Tempel von Angkor, lokale Märkte, kambodschanisches Essen und Orte abseits der klassischen Touristenroute.
Besonders geprägt hat unsere Zeit Peter, eigentlich Puthea, unser Tuk-Tuk-Fahrer und Guide. Durch ihn lernten wir nicht nur Angkor Wat und die beeindruckenden Tempelanlagen kennen, sondern bekamen auch persönliche Einblicke in den Alltag und die Kultur Kambodschas. In diesem Reisebericht nehme ich dich mit zu Angkor Wat bei Sonnenaufgang, Angkor Thom und dem Bayon-Tempel, zeige dir meine persönlichen Highlights in Siem Reap und gebe dir praktische Tipps für deine eigene Reise.
Beste Reisezeit
- Als besonders angenehme Reisezeit für Siem Reap und die Tempel von Angkor gelten die trockeneren und etwas kühleren Monate von November bis Februar. Gerade für ausgedehnte Tempelbesichtigungen sind die Temperaturen dann angenehmer. Gleichzeitig fällt in diese Zeit aber auch die Hauptsaison und bekannte Orte wie Angkor Wat können entsprechend voll werden.
- Die Regenzeit ist nicht automatisch eine schlechte Reisezeit: Die Landschaft ist besonders grün und Regenschauer treten häufig nur zeitweise auf. Wer außerhalb der Hauptsaison reist, sollte allerdings mit höherer Luftfeuchtigkeit und stärkeren Niederschlägen rechnen.
- Mein Tipp: Für Angkor solltest du unabhängig von der Jahreszeit früh starten. So umgehst du einen Teil der Hitze und kannst einige Tempel noch vor den größten Besucherströmen erleben.
Visabestimmungen
- Stand: August 2026: Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Kambodscha ein Visum. Für touristische Reisen kannst du vorab ein eVisa (Tourist Visa T) beantragen. Es kostet derzeit 30 USD, berechtigt zu einer einmaligen Einreise und erlaubt einen Aufenthalt von bis zu einem Monat. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mehr als sechs Monate gültig sein.
- Zusätzlich gibt es inzwischen die digitale Cambodia e-Arrival, über die Einreiseangaben elektronisch erfasst werden. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, solltest du den aktuellen Stand vor deiner Reise noch einmal über die offiziellen kambodschanischen Behörden und das Auswärtige Amt prüfen.
Unterkünfte
- In Siem Reap findest du eine große Auswahl an Unterkünften, von günstigen Hostels und einfachen Guesthouses bis hin zu Boutique-Hotels und Resorts.
- Wir haben zentral in Siem Reap übernachtet. Für uns war die Lage ideal, weil Restaurants, Märkte und die Pub Street schnell erreichbar waren. Zu den Tempeln von Angkor bist du ohnehin mit Tuk-Tuk, Fahrrad oder einem anderen Transportmittel unterwegs.
- Wenn du abends gern Restaurants, Street Food und Bars besuchen möchtest, ist eine zentrale Unterkunft rund um den Old Market besonders praktisch. Wenn du es ruhiger magst, würde ich etwas außerhalb des belebten Zentrums übernachten.
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
- Zu meinen Highlights gehören Angkor Wat bei Sonnenaufgang, Angkor Thom mit dem Bayon-Tempel, das Cambodian Landmine Museum, Artisans Angkor sowie die Märkte und das Street Food von Siem Reap.
Gut zu wissen
Transport: Für die Stadt und die Tempelanlagen von Angkor sind Tuk-Tuks eine praktische Möglichkeit, sich fortzubewegen. Wir waren während unserer Reise fast ausschließlich mit unserem Tuk-Tuk-Fahrer Peter unterwegs.
Wetter: Die Trockenzeit von November bis April ist ideal für Reisen, während die Regenzeit von Mai bis Oktober grüne Landschaften bietet; beste Reisezeit ist Dezember bis Februar.
Währung / Trinkgeld: Kambodschanischer Riel (KHR) und US-Dollar werden parallel genutzt, Trinkgeld von 1–10 USD ist üblich und geschätzt.
Sprache: Khmer ist die Amtssprache, aber Englisch wird in touristischen Gegenden weit verbreitet gesprochen.
Kleidung: Beim Besuch von Tempeln solltest du Schultern und Knie bedeckt halten. Leichte, luftige Kleidung ist ideal.
Respekt vor der Kultur:
- Berühre niemals jemanden am Kopf – dies gilt als respektlos.
- Zeige mit den Füßen nicht auf Menschen oder Buddha-Statuen.
Gastfreundschaft: Die Einheimischen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ein Lächeln öffnet viele Türen.
Essen: Essen wird oft geteilt. Respektiere lokale Tischsitten, z. B. warte, bis der Gastgeber dich auffordert, zu essen.
Fotografieren: Frage um Erlaubnis, bevor du Personen, besonders Mönche, fotografierst.
Ankunft in Siem Reap
Mit dem Tuk-Tuk Siem Reap entdecken
Noch in Thailand bekamen wir einen besonderen Tipp: Ein Tuk-Tuk-Fahrer namens Peter, eigentlich Puthea, sollte in Siem Reap nicht nur zuverlässig sein, sondern seinen Gästen auch Orte abseits der klassischen Touristenrouten zeigen. Schon am ersten Tag begrüßte er uns mit einem offenen Lächeln und damit begann eine der schönsten Begegnungen unserer Reise.

Mit Peter entdeckten wir Siem Reap weit über die bekannten Sehenswürdigkeiten hinaus. Er fuhr uns nicht nur zu den weltberühmten Tempeln von Angkor, sondern auch zu Pagoden, lokalen Märkten und kleineren Dörfern außerhalb der Stadt.
In zehn gemeinsamen Tagen entstanden Gespräche über Geschichte, Glauben, Alltag und Zukunft. Genau diese persönlichen Begegnungen haben meine Zeit in Kambodscha nachhaltig geprägt. Peter zeigte uns, dass eine Reise durch Kambodscha für mich weit mehr bedeutete als nur Sightseeing.

Siem Reap
Das Tor zu Angkor
Siem Reap ist vor allem als Ausgangspunkt für die weltberühmten Tempelanlagen von Angkor bekannt. Doch es lohnt sich, nicht nur für die Tempel hierherzukommen. Die Stadt verbindet traditionelle Märkte und kambodschanisches Handwerk mit Cafés, Restaurants und einer lebendigen Ausgehszene.
Rund um die Pub Street und den Old Market (Psar Chas) findest du besonders abends zahlreiche Restaurants, Street-Food-Stände, kleine Geschäfte und Bars. Wer dem Trubel entkommen möchte, findet aber auch ruhigere Straßen und Ecken abseits des touristischen Zentrums. Wir hatten mit zehn Tagen in Siem Reap deutlich mehr Zeit als für einen klassischen Kurzbesuch. Dadurch konnten wir nicht nur Angkor Wat und die großen Tempelanlagen besuchen, sondern auch Märkte, Pagoden und andere Orte kennenlernen und vor allem mehr Zeit mit den Menschen verbringen, die wir während unserer Reise trafen.
Angkor Wat
Der Zauber des Sonnenaufgangs
Angkor Wat gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kambodschas und war für mich einer der Höhepunkte unserer Reise. Der im 12. Jahrhundert errichtete Tempel war ursprünglich dem Hinduismus gewidmet und wurde später buddhistisch geprägt. Besonders beeindruckt haben mich die Dimensionen der Anlage und die kunstvollen Reliefs.
Einer meiner schönsten Momente war der Sonnenaufgang über Angkor Wat. Noch in der Dunkelheit machten wir uns auf den Weg zur Tempelanlage und warteten darauf, dass langsam das erste Licht hinter den charakteristischen Türmen erschien. Die Spiegelung von Angkor Wat im Wasser gehört für mich bis heute zu den Bildern dieser Reise, die ich nicht vergessen werde.

Angkor-Pass
Stand: August 2026: Für den Besuch des Angkor Archaeological Park benötigst du einen Angkor-Pass. Aktuell kostet der 1-Tages-Pass 37 USD, der 3-Tages-Pass 62 USD und der 7-Tages-Pass 72 USD. Der 3-Tages-Pass kann innerhalb von sieben Tagen genutzt werden, der 7-Tages-Pass innerhalb von 30 Tagen. Tickets kannst du offiziell online bei Angkor Enterprise oder an den offiziellen Verkaufsstellen erwerben.
Mein Tipp: Wenn du genügend Zeit hast, würde ich nicht versuchen, Angkor an nur einem Tag abzuhaken. Neben Angkor Wat gibt es zahlreiche weitere Tempel und Anlagen zu entdecken. Mit mehreren Tagen kannst du deinen Besuch entspannter planen und auch Orte wie Angkor Thom und den Bayon-Tempel ausführlicher erkunden.
Die Khmer
Geschichte und Kultur Kambodschas
Wer Siem Reap und die Tempel von Angkor besucht, begegnet überall den Spuren des mächtigen Khmer-Reiches, das große Teile Südostasiens über Jahrhunderte prägte. Angkor war über mehrere Jahrhunderte eines seiner bedeutendsten Zentren. Heute zählt das weitläufige Areal mit Angkor Wat, Angkor Thom, Bayon und zahlreichen weiteren Tempeln zum UNESCO-Welterbe. Besonders faszinierend fand ich, wie eng in Angkor Geschichte, Religion, Architektur und Natur miteinander verbunden sind. Hinduistische und buddhistische Einflüsse begegnen dir in Tempeln, Reliefs und Skulpturen immer wieder. Gleichzeitig ist die Khmer-Kultur keine vergangene Kultur. Khmer stellen die große Mehrheit der kambodschanischen Bevölkerung und ihre Sprache, Traditionen, Religion, Küche und Kunst prägen das heutige Kambodscha. Wenn du tiefer in die Geschichte von Angkor eintauchen möchtest, kannst du zusätzlich das Angkor National Museum in Siem Reap besuchen. Für mich wurde während unserer Reise aber vor allem deutlich, dass man Kambodscha nicht allein über seine Tempel verstehen kann. Mindestens genauso wertvoll waren die Gespräche und Begegnungen mit den Menschen vor Ort.
Wer nach Siem Reap reist, begegnet nicht nur eindrucksvollen Tempeln, sondern auch der reichen Kultur und Geschichte der Khmer, der größten ethnischen Bevölkerungsgruppe Kambodschas. Ihre kulturellen Einflüsse prägen das Land bis heute. Auf dem Höhepunkt ihres Reiches im 12. Jahrhundert erbauten die Khmer nicht nur Angkor Wat, sondern machten Angkor zur größten Stadt der damaligen Welt. Die kunstvollen Tempel, häufig hinduistisch oder buddhistisch inspiriert, spiegeln ihre tiefe Verbundenheit zur spirituellen Welt und zur Natur wider. Wer sich intensiver mit der Geschichte befassen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Angkor National Museum in Siem Reap. Hier erhältst du faszinierende Einblicke in die Spiritualität, Architektur und das Alltagsleben vergangener Epochen. Trotz schwerer Zeiten (Bürgerkrieg, Kolonialherrschaft und das Terrorregime der Roten Khmer) ist die Khmer-Kultur bis heute lebendig. Sie gehört zu den beeindruckendsten Kulturerben Südostasiens und sie begegnet dir in Siem Reap auf Schritt und Tritt.
Angkor Thom und der Bayon-Tempel
Die geheimnisvollen Gesichter von Angkor
Nur wenige Kilometer nördlich von Angkor Wat liegt Angkor Thom, die Ende des 12. Jahrhunderts unter König Jayavarman VII. errichtete Hauptstadt des Khmer-Reiches. Die gewaltige Stadtanlage umfasst rund 900 Hektar und ist von einer Mauer und einem breiten Wassergraben umgeben. Schon die monumentalen Stadttore haben mich beeindruckt. Im Zentrum von Angkor Thom wartet dann eines meiner persönlichen Highlights: der Bayon-Tempel. Berühmt ist Bayon vor allem für seine zahlreichen Türme mit den riesigen, geheimnisvoll lächelnden Steingesichtern. Wen genau sie darstellen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Gerade dieses Geheimnis macht den Tempel für mich so faszinierend. Beim Spaziergang zwischen den Türmen hatte ich immer wieder das Gefühl, von irgendwoher beobachtet zu werden.
Mindestens genauso spannend sind die Basreliefs des Bayon. Sie zeigen neben historischen und mythologischen Szenen auch Ausschnitte aus dem damaligen Alltagsleben und geben dadurch einen besonderen Einblick in die Zeit des Khmer-Reiches. Wenn du Angkor Thom besuchst, solltest du dir deshalb genügend Zeit nehmen und nicht nur schnell zum Bayon fahren.

Was du in Angkor Thom noch sehen solltest
Neben dem Bayon gibt es innerhalb von Angkor Thom noch einiges zu entdecken. Besonders sehenswert fand ich die Terrasse der Elefanten mit ihren eindrucksvollen Elefantenreliefs. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Baphuon, ein imposanter Tempelberg aus dem 11. Jahrhundert. Seine steilen Treppen und die monumentale Bauweise vermitteln noch einmal einen ganz anderen Eindruck als der benachbarte Bayon. Plane für Angkor Thom deshalb nicht nur einen kurzen Fotostopp ein. Wenn du Bayon, Baphuon, die Terrasse der Elefanten und die monumentalen Stadttore in Ruhe erkunden möchtest, lohnt es sich, mehrere Stunden für die Anlage einzuplanen.
Artisans Angkor
Traditionelles kambodschanisches Handwerk entdecken
Wenn du dich neben den Tempeln auch für traditionelles kambodschanisches Handwerk interessierst, ist Artisans Angkor eine interessante Station in Siem Reap. Bei unserem Besuch konnten wir den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Besonders spannend fand ich zu sehen, mit welcher Präzision aus Holz und Stein die filigranen Muster und Figuren entstehen, die man in ähnlicher Form auch an den Tempeln von Angkor wiederfindet. In den Werkstätten werden traditionelle kambodschanische Handwerkstechniken bewahrt und weitergegeben. Im angeschlossenen Shop findest du unter anderem Skulpturen, Textilien und andere handgefertigte Produkte. Für mich war der Besuch eine schöne Ergänzung zu den Tempelanlagen, weil wir die traditionelle Handwerkskunst nicht nur an jahrhundertealten Bauwerken gesehen haben, sondern auch erleben konnten, wie solche Techniken heute weitergeführt werden.
Hinweis: Öffnungszeiten, Führungen und Besuchsmöglichkeiten können sich ändern. Prüfe deshalb vor deinem Besuch die aktuellen Informationen direkt bei Artisans Angkor.

Besonders schön: Der Erlös kommt direkt sozialen Projekten und den Auszubildenden zugute. So kannst du mit deinem Einkauf lokale Künstler unterstützen und gleichzeitig ein Stück echter Khmer-Kunst mit nach Hause nehmen.
Artisans Angkor liegt zentral in Siem Reap und ist gut zu Fuß oder per Tuk-Tuk erreichbar.
Cambodia Landmine Museum
Ein bewegender Einblick in Kambodschas jüngere Geschichte
Einer der bewegendsten Besuche unserer Reise war für mich das Cambodia Landmine Museum außerhalb von Siem Reap. Das Museum beschäftigt sich mit einem bis heute wichtigen Kapitel der kambodschanischen Geschichte: Landminen und andere explosive Kriegsreste, die auch Jahrzehnte nach den Konflikten noch Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Gegründet wurde das Museum von Aki Ra, einem ehemaligen Kindersoldaten, der später selbst als Minenräumer arbeitete. Im Museum erfährst du mehr über seine außergewöhnliche Lebensgeschichte, die verschiedenen Arten von Landminen und die Folgen, die diese Hinterlassenschaften des Krieges für Kambodscha haben. Mich hat dieser Besuch sehr nachdenklich gemacht. Zwischen all den Tempeln und wunderschönen Landschaften war das Museum eine wichtige Erinnerung daran, wie stark die jüngere Geschichte das Land und seine Menschen geprägt hat.

Stand: August 2026: Der Eintritt kostet aktuell 5 USD für Erwachsene. Kinder unter 10 Jahren sowie kambodschanische Staatsangehörige haben freien Eintritt. Mit den Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Spenden und dem Museumsshop wird die Arbeit des Museums unterstützt. Dazu gehört auch ein Relief Center mit Bildungs- und Unterstützungsangeboten für gefährdete Kinder aus ländlichen Regionen. Für mich ist das Museum eine klare Empfehlung, wenn du während deiner Reise nicht nur die Tempel von Angkor sehen, sondern auch mehr über die jüngere Geschichte Kambodschas erfahren möchtest.
Royal Independence Gardens
Eine ruhige Seite von Siem Reap
Abseits der Tempelanlagen lohnt sich auch ein Spaziergang durch die Royal Independence Gardens im Zentrum von Siem Reap. Die öffentliche Grünanlage liegt gegenüber der Royal Residence und bietet eine ruhige Abwechslung zum geschäftigen Zentrum rund um den Old Market und die Pub Street. Die Gärten sind historisch mit Kambodschas Unabhängigkeitsbewegung verbunden und werden heute von Einheimischen und Reisenden als öffentlicher Park genutzt. Sehenswert sind außerdem die religiösen Schreine und die großen Flughunde, die in den Bäumen der Anlage leben. Wenn du mehrere Tage in Siem Reap verbringst, ist der Park ein schöner Zwischenstopp abseits der großen Sehenswürdigkeiten.

Essen in Siem Reap
Kambodschanische Küche entdecken
Auch kulinarisch gab es in Siem Reap einiges zu entdecken. Besonders schön fand ich die Mischung aus kleinen lokalen Restaurants, Märkten und Street-Food-Ständen, an denen wir immer wieder neue Gerichte ausprobieren konnten. Zu den bekanntesten kambodschanischen Gerichten gehört Fish Amok, bei dem Fisch mit einer aromatischen Kokos-Curry-Mischung zubereitet wird. Ebenfalls typisch ist Lok Lak, gebratenes Rindfleisch, das häufig mit Reis, Gemüse und einer würzigen Limetten-Pfeffer-Sauce serviert wird. Rund um den Old Market und in den Seitenstraßen von Siem Reap findest du zahlreiche Möglichkeiten, dich durch die kambodschanische Küche zu probieren.

Es lohnt sich ein Besuch des traditionellen Old Market (Psar Chas). Hier gibt es neben gebratenen Nudeln, frisch gepresste Säfte und tropischen Früchten, auch exotische Speisen wie Insekten oder Skorpione. Auch wer ein Mitbringsel sucht, wird hier fündig – von Gewürzen über handgefertigte Schalen bis hin zu Kleidung ist für jeden was dabei.
Mein persönliches Highlight war das Khmer Barbecue! In vielen Restaurants in Siem Reap bekommst du eine Mischung aus Fleisch, Fisch und Gemüse, die du auf einem heißen Grill direkt am Tisch selbst zubereitest. Das macht nicht nur Spaß, sondern bringt dich ganz nah an die Esskultur heran. Perfekt für dich, wenn du kulinarische Abenteuer liebst.
Viele Kochschulen bieten in Siem Reap Kochkurse an (inklusive Marktbesuch, Gewürzkunde und gemeinsamer Zubereitung). Eine wunderbare Möglichkeit, ein Stück Kambodscha mit nach Hause zu nehmen.
Fazit
Warum sich Siem Reap für mich gelohnt hat
Siem Reap hat mich nicht nur wegen Angkor Wat beeindruckt. Natürlich gehören der Sonnenaufgang vor den berühmten Türmen, die geheimnisvollen Gesichter des Bayon und die gewaltigen Tempelanlagen zu den Erlebnissen, die ich nie vergessen werde.
Was mir aber mindestens genauso stark in Erinnerung geblieben ist, sind die Menschen, denen wir begegnet sind. Vor allem die zehn Tage mit Peter haben unsere Reise zu etwas Besonderem gemacht. Durch ihn lernten wir Seiten von Siem Reap kennen, die wir allein vermutlich nie entdeckt hätten.
Auch Orte wie das Cambodia Landmine Museum haben mir gezeigt, dass zu einer Reise durch Kambodscha mehr gehört als die beeindruckende Vergangenheit des Khmer-Reiches. Die jüngere Geschichte des Landes gehört genauso dazu.
Wenn ich heute noch einmal nach Siem Reap reisen würde, würde ich mir deshalb wieder bewusst Zeit nehmen. Nicht nur für Angkor Wat, sondern auch für die kleineren Tempel, Märkte, das Essen und vor allem für die Begegnungen unterwegs. Siem Reap war für mich einer dieser Orte, bei denen am Ende nicht nur die Sehenswürdigkeiten in Erinnerung bleiben, sondern vor allem die Geschichten dahinter.
FAQ
Häufige Fragen zu Siem Reap
Wie viele Tage sollte man für Siem Reap einplanen?
Für die wichtigsten Tempel von Angkor würde ich mindestens drei volle Tage einplanen. Wenn du zusätzlich Siem Reap selbst, Museen, Märkte und Orte außerhalb der klassischen Tempelroute kennenlernen möchtest, lohnt sich ein längerer Aufenthalt.
Meine Erfahrung: Wir waren insgesamt zehn Tage in Siem Reap. Dadurch mussten wir Angkor nicht im Schnelldurchlauf besichtigen und hatten genügend Zeit für weitere Ausflüge und persönliche Begegnungen.
Lohnt sich Angkor Wat zum Sonnenaufgang?
Für mich definitiv. Der Moment, in dem langsam die Silhouette von Angkor Wat im Morgenlicht sichtbar wurde, gehört zu meinen schönsten Erinnerungen an Kambodscha.
Du solltest allerdings damit rechnen, dass der Sonnenaufgang sehr beliebt ist. Wenn du anschließend weitere Tempel besuchen möchtest, lohnt es sich, direkt früh weiterzufahren.
Was kostet der Eintritt für Angkor Wat?
Stand: August 2026: Der Angkor-Pass kostet aktuell 37 USD für einen Tag, 62 USD für drei Tage und 72 USD für sieben Tage. Der Pass gilt nicht nur für Angkor Wat, sondern für die zum Angkor-Ticket gehörenden Tempelanlagen.
Wenn du mehrere Tempel in Ruhe sehen möchtest, würde ich mindestens den 3-Tages-Pass wählen.
Benötige ich für Kambodscha ein Visum?
Ja. Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Reisen nach Kambodscha ein Visum. Eine Möglichkeit ist das Tourist eVisa (Visa T), das du bereits vor deiner Reise über die offizielle kambodschanische eVisa-Plattform beantragen kannst.
Prüfe vor deiner Reise zusätzlich die aktuellen Vorgaben zur Cambodia e-Arrival sowie die aktuellen Einreisebestimmungen.
Wie bekomme ich in Kambodscha Internet?
In Siem Reap findest du in vielen Hotels, Restaurants und Cafés WLAN. Für unterwegs ist eine lokale SIM-Karte oder eSIM praktisch, besonders wenn du Navigation, Übersetzungsapps oder Fahrdienste nutzen möchtest.
Wenn dein Smartphone eSIM unterstützt, kannst du diese bereits vor der Reise einrichten. Bei einer lokalen SIM solltest du die aktuellen Tarife erst vor Ort beziehungsweise kurz vor deiner Reise vergleichen.
Welche Kleidung brauche ich für Angkor Wat?
Angkor Wat und viele weitere Anlagen sind religiöse Stätten. Trage deshalb respektvolle Kleidung und achte insbesondere darauf, Schultern und Knie zu bedecken. Gleichzeitig solltest du wegen der Hitze möglichst leichte und luftige Kleidung wählen.
Bequeme Schuhe sind ebenfalls sinnvoll, da du während eines Tempeltages sehr viel zu Fuß unterwegs bist.
Wie bezahle ich in Kambodscha?
Die offizielle Landeswährung ist der Kambodschanische Riel (KHR). Bargeld ist für kleinere Restaurants, Märkte, Tuk-Tuks und andere alltägliche Ausgaben praktisch.
Nimm zusätzlich eine Karte zum Geldabheben und als Reserve mit. Achte beim Bezahlen immer darauf, in welcher Währung Preise angegeben sind.
Welche Impfungen brauche ich für Kambodscha?
Welche Impfungen für deine Reise sinnvoll sind, hängt von Route, Aufenthaltsdauer und deiner persönlichen gesundheitlichen Situation ab. Prüfe deshalb rechtzeitig deine Standardimpfungen und lass dich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten.
Für aktuelle gesundheitliche Empfehlungen solltest du dich nicht ausschließlich auf Reiseblogs verlassen, sondern die Hinweise des Auswärtigen Amts und reisemedizinischer Fachstellen prüfen.









