
Backpacking in Indonesien
Nusa Lembongan, Gili-Inseln & Ubud
Lesezeit: 17 Minuten
Meine Indonesien-Route auf einen Blick
Reisedauer
1 Monat
Reisezeit
Dezember / Januar
Reiseart
Individuell & Backpacking
Route
Nusa Lembongan → Gili Air → Gili Trawangan → Ubud → Nusa Lembongan
Besonders geeignet für
Inselhopping, Natur, Schnorcheln, Tauchen & Individualreisen
Indonesien ist ein Paradies für Backpacker, Individualreisende und alle, die das Abenteuer suchen. In diesem Reisebericht findest du meine persönliche Backpacking-Route durch traumhafte Inseln wie Nusa Lembongan, die Gili-Inseln und Ubud. Voll gepackt mit vielen praktischen Tipps für deine Planung.
Beste Reisezeit
- Beste Reisezeit
- Für eine Reise nach Bali, Nusa Lembongan und auf die Gili-Inseln eignet sich besonders die Trockenzeit, die ungefähr von April bis Oktober reicht. In dieser Zeit gibt es meist weniger Niederschlag und gute Bedingungen für Strandtage, Inselhopping, Schnorcheln und Ausflüge.
- Ich selbst war Ende Dezember und im Januar während der Regenzeit unterwegs. Auch das hat für mich gut funktioniert: Statt Dauerregen erlebten wir immer wieder kräftige, meist kürzere Schauer und dazwischen viele sonnige Abschnitte. Allerdings kann das Meer in dieser Jahreszeit unruhiger sein, was du insbesondere bei Fahrten mit dem Schnellboot berücksichtigen solltest.
- Meine Erfahrung: Wenn dich gelegentliche Regenschauer nicht stören, kann sich auch die Regenzeit für eine Reise lohnen. Für möglichst stabiles Wetter würde ich dagegen die Trockenzeit wählen.
Visabestimmungen
- Visabestimmungen für Indonesien
- Stand: August 2026: Deutsche Staatsangehörige benötigen für eine touristische Reise nach Indonesien ein Visum. Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen kannst du bei der Einreise ein Visa on Arrival (VoA) für derzeit 500.000 IDR beantragen. Alternativ lässt sich bereits vor der Reise ein e-VOA online über die indonesische Einwanderungsbehörde beantragen.
- Das Visum gilt zunächst 30 Tage und kann einmal um weitere 30 Tage verlängert werden. Für die Einreise benötigst du einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, sowie ein Rück- oder Weiterflugticket.
- Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, solltest du den aktuellen Stand vor deiner Reise noch einmal beim Auswärtigen Amt oder der indonesischen Einwanderungsbehörde prüfen.
- Wichtig für die Einreise: All Indonesia
- Seit 1. Oktober 2025 müssen internationale Reisende vor beziehungsweise bei der Einreise nach Indonesien zusätzlich die digitale Einreiseerklärung über All Indonesia ausfüllen. Sie bündelt unter anderem Angaben für Einreise, Zoll, Gesundheit und Quarantäne. Die Erklärung kann bereits drei Tage vor der Ankunft ausgefüllt werden.
Unterkünfte
- Indonesien bietet eine große Auswahl an Unterkünften: von einfachen Hostels und Homestays über kleine Boutique-Hotels bis hin zu luxuriösen Resorts. Gerade auf Bali, Nusa Lembongan und den Gili-Inseln findest du viele kleine, individuell geführte Unterkünfte. Besonders gern übernachte ich in Homestays und kleineren Unterkünften, weil man dort häufig leichter mit den Gastgebern und Einheimischen in Kontakt kommt.
- Nusa Lembongan: Pandana Boutique Hotel
- Gili Air: Bintang Tiga Bungalows
- Gili Trawangan: Paradesa Living
- Ubud: Cahaya Ubud Villa
- Nusa Lembongan: Alam Nusa Bungalows
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
- Nusa Lembongan: Traumhafte Strände, Mangrovenwälder und Highlights wie der Devil’s Tear.
- Gili-Inseln: Schnorcheln mit Schildkröten, Tauchausflüge und autofreie Entspannung.
- Ubud: Tegallalang-Reisterrassen, Monkey Forest und beeindruckende Tempel wie der Tirta Empul.
- Nusa Penida: Kelingking Beach, Broken Beach und Angel’s Billabong.
- Vulkanbesteigungen: Der Mount Batur auf Bali oder der Mount Rinjani auf Lombok sind beliebte Ziele für Wanderfreunde.
Gut zu wissen
- Transport: Innerhalb der Inseln sind Roller das Hauptfortbewegungsmittel und günstig zu mieten. Während unserer Reise zahlten wir etwa 4 Euro pro Tag für einen Roller. Zwischen den Inseln verkehren Fähren und Schnellboote.
- Währung: Die Landeswährung ist die Indonesische Rupiah (IDR). Kreditkarten werden in touristischen Gegenden akzeptiert, Bargeld ist jedoch oft erforderlich.
- Trinkgeld: In Indonesien wird Trinkgeld geschätzt, aber nicht erwartet. 5-10% des Rechnungsbetrags sind üblich.
- Sprache: Die Amtssprache ist Bahasa Indonesia, doch in touristischen Regionen wird oft Englisch gesprochen.
- Sicherheit: Indonesien gilt als relativ sicher. Dennoch solltest du in Menschenmengen auf deine Wertsachen achten und nachts abgelegene Orte meiden.
- Verhaltensregeln: Respektiere die lokale Kultur. Tempel sollten nur in angemessener Kleidung betreten werden (Schultern und Knie bedeckt). Zudem ist es höflich, mit der rechten Hand zu geben oder zu empfangen, da die linke Hand als unrein gilt.
Stell dir vor: Du landest nach einem langen Flug im tropischen Paradies, der Geruch von Meeresluft mischt sich mit dem Duft exotischer Gewürze und das Abenteuer ruft nach dir. Genau so begann meine Reise nach Indonesien. Ein Monat voller Erlebnisse, die mich tief beeindruckt haben und die ich gern mit dir teilen möchte.

Ankunft auf Bali
Start auf Nusa Lembongan
Ende Dezember, mitten in der Regenzeit startete ich gemeinsam mit meinem besten Freund unsere Reise nach Indonesien. Die Regenzeit ist längst nicht so schlimm, wie man sich das oft vorstellt. Es bedeutet nicht, dass es ununterbrochen regnet. Stattdessen gibt es meist kurze, kräftige Schauer oft in den Nachmittags- oder Abendstunden. Zwischendurch gibt es in Indonesien aber auch viele sonnige Abschnitte.
Wir flogen von Frankfurt über Taipeh nach Denpasar und entschieden uns, die erste Nacht nicht in der quirligen Hauptstadt Balis zu verbringen. Vielmehr ging es direkt weiter auf die Insel Nusa Lembongan. Dank Rocky Fast Cruise war das einfacher, als wir dachten. Ein Fahrer des Bootsunternehmen holte uns direkt vom Flughafen ab und brachte uns zum Hafen in Sanur. Nach einer etwa 30 minütigen Fährfahrt erreichten wir Nusa Lembongan. Während unserer Reise bezahlten wir für den Transfer vom Flughafen zum Hafen und die anschließende Überfahrt nach Nusa Lembongan insgesamt etwa 22 Euro pro Person. Die Organisation war super und ich kann dir den Anbieter wärmstens empfehlen, wenn du auch nach Nusa Lembongan reisen möchtest.

Angekommen auf der Insel ging es direkt zu unserer wunderschönen Unterkunft mit traumhaftem Blick nahe der Mushroom Bay. Nachdem wir uns von der langen Anreise erholt hatten, mieteten wir Roller und starteten unsere Erkundungstour. Für etwa 4 Euro pro Tag kannst du dir einen fahrbaren Untersatz auf der Insel mieten, doch Vorsicht: Diese sind leider oft nicht im besten Zustand. Schau dir am Besten alles vorher sorgfältig an und reklamiere bei Bedarf.
Unser erster Stopp war der Hauptstrand Jungut Batu Beach. Hier erwartet dich glasklares Wasser, einladende Strandlokale und Palmen so weit das Auge reicht. Mein bester Freund nutzte die Zeit auf Nusa Lembongan vor allem zum Tauchen, denn die Insel ist ein wahres Paradies für Unterwasserfans. Mit klaren Sichtverhältnissen, einer beeindruckenden Vielfalt an Korallenriffen und Meeresbewohnern, darunter Mantas und Mondfische, zieht es Taucher aus aller Welt an. Die größten Chancen auf Sichtung hat man allerdings während der Trockenzeit, da das Meer weniger aufgewühlt ist.
Während Jan die Unterwasserwelt erkundete, schnappte ich meinen Roller und entdeckte die Insel auf eigene Faust. Zu meinen Highlights zählte das dramatische Devil’s Tear, eine unterhöhlte Felsenbucht, an der die Wellen mit voller Wucht gegen die Klippen schlagen und sich im Sprühnebel immer wieder Regenbögen bilden. Während meiner Reise kostete der Eintritt umgerechnet nur etwa 1,50 Euro. Da sich Eintrittspreise ändern können, solltest du den aktuellen Preis vor deinem Besuch noch einmal prüfen. Auch der Dream Beach auf Nusa Lembongan macht seinem Namen alle Ehre: feiner Sand, türkisblaues Wasser und eine Bucht, in der sanfte Wellen zum verweilen einladen. Am Panorama Point genießt man einen einmaligen Blick über die ganze Insel. Besonders bei Sonnenuntergang ist dies ein magischer Ort.

Zum Abendessen kann ich dir das Hai Ry Zen an der Mushroom Bay wärmstens empfehlen. Ja, es ist etwas teurer, aber die Gerichte (ein Mix aus asiatischer und internationaler Küche) sind jeden Cent wert. Wenn du etwas günstiger essen möchtest, gibt es direkt auf der Insel viele kleine familiengeführte Warungs, die authentische indonesische Gerichte wie Nasi Goreng oder Mie Goreng zu unschlagbaren Preisen von 2 bis 3 Euro anbieten.
Von Nusa Lembongan aus kannst du ganz einfach die ikonische Yellow Bridge überqueren und die Nachbarinsel Nusa Ceningan erkunden. Diese kleine, charmante Insel hat einiges zu bieten: Eine entspannte Atmosphäre, idyllische versteckte Ecken und perfekte Spots für Abenteuerlustige. Besonders bekannt hierfür ist der Mahana Point. Er ist nicht nur ein Hotspot für Klippenspringer, sondern auch für Surfer, die hier optimale Bedingungen vorfinden. Wenn du das Spektakel nur beobachten magst, findest du hier eine kleine Strandbar direkt am Wasser. Ein Besuch lohnt sich für jeden, der auf der Suche nach Abwechslung und einer Portion Nervenkitzel ist.

Silvester am Jungut Batu Beach
Ein unvergesslicher Abend
Silvester in fernen Ländern zu verbringen, hat für mich immer etwas ganz Besonderes. Weit weg vom Alltag ins neue Jahr zu starten – das macht den Jahreswechsel unvergesslich. Am Silvesterabend ließen wir uns zum Jungut Batu Beach fahren und genossen ein nettes Dinner am Strand mit Livemusik, Cocktails, die Füße im Sand und das sanfte Rauschen der Wellen. Das Feuerwerk war wunderschön und die Stimmung einmalig. Es war einfach ein Traum unter Palmen. Hast du den Jahreswechsel schon mal am Strand verbracht? Wenn nicht, dann wird es aller höchste Zeit! 😊
Der Heimweg in der Nacht war jedoch etwas abenteuerlich: Ein Taxi zu bekommen, schien nach Mitternacht schier unmöglich. Also liefen wir in Richtung Stadt, um unser Glück zu versuchen. Wie es in der Regenzeit so ist, fing es natürlich an, stark zu regnen. Pitschnass schlossen wir uns nach einer Weile mit anderen Touristen zusammen und konnten schlussendlich ein Taxi anhalten. Auch wenn wir triefend nass waren, als wären wir in voller Montur ins Meer gesprungen, war es rückblickend ein Moment zum Schmunzeln.
Die Gili-Inseln
Schnorcheln, Schildkröten und Entspannung
Nach ein paar wundervollen Tagen auf Nusa Lembongan, zog es uns weiter auf die Gili-Inseln. Mit der Fähre erreichten wir die etwa 50 Kilometer entfernte Insel Gili Air. Die Fahrt hierher dauerte circa 3 Stunden und kostete 25 Euro pro Person. Auf Gili Air genießt du pures Inselfeeling: keine Autos, wenig Hektik und viele Wege, die sich problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen lassen. Traditionell werden auf den Gilis auch Pferdekarren, sogenannte Cidomos, als Transportmittel eingesetzt. Die Haltungs- und Arbeitsbedingungen der Tiere haben mich persönlich allerdings sehr beschäftigt. Einige Pferde machten auf mich keinen gesunden Eindruck und mussten trotz großer Hitze arbeiten. Ich habe deshalb bewusst auf die Cidomos verzichtet und würde dir empfehlen, die Insel stattdessen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

Für Schnorchler und Taucher ist Gili Air ein echtes Paradies. Besonders lohnenswert sind Touren zu den beeindruckenden Unterwasserskulpturen, wo du mit Schildkröten schwimmen kannst, sowie Tauchgänge zu den farbenfrohen Korallenriffen und geheimnisvollen Schiffswracks. Diese Spots bieten eine faszinierende Unterwasserwelt, die dich begeistern wird. Bei meiner Reise kostete eine Schnorchel-Halbtagestour etwa 15 Euro. Für eine private Tour mit flexibleren Zeiten zahlte man damals ungefähr 40 Euro. Gerade an den bekannten Unterwasserskulpturen kann es ziemlich voll werden. Wenn dein Budget es zulässt, würde ich deshalb eine private Tour zu einer weniger stark frequentierten Uhrzeit wählen.
Im Vergleich zu anderen Destinationen weltweit sind die Tauchgänge hier zu fairen Preisen buchbar. Die Gili-Inseln bieten eine beeindruckende Vielfalt an Tauchspots für alle Erfahrungsstufen. Beispielsweise der Turtle Heaven. Er ist ideal, um Meeresschildkröten aus nächster Nähe zu sehen, während der Shark Point für Begegnungen mit Riffhaien und großen Fischschwärmen bekannt ist. Weitere Highlights sind das Bounty Wreck, ein von Korallen bewachsenes und versunkenes Ponton, sowie die Meno Wall, die mit bunten Makrowesen und Schildkröten begeistert.
Nach ein paar Tagen auf Gili Air gönnte ich mir eine wohltuende balinesische Massage in der Villa Nangka. Die liebevoll gestaltete Eco-Unterkunft ist nicht nur ein wunderbarer Rückzugsort für Übernachtungsgäste, sondern heißt auch externe Besucher herzlich willkommen, die auf der Suche nach einem besonderen Wohlfühlmoment sind. Der Duft von ätherischen Ölen und die entspannte Atmosphäre machten diese Zeit zu einem perfekten Ort der Ruhe.
Wenn du also nach maximaler Entspannung suchst, kann ich dir die Villa Nangka wärmstens empfehlen.

Gili Trawangan
Lebhaftes Inselleben
Nach ein paar sehr entspannten Tagen auf Gili Air ging es für uns weiter nach Gili Trawangan, der größten der drei Gili-Inseln. Diese Insel ist bei Backpackern besonders beliebt, was sich in der lebendigen Atmosphäre widerspiegelt. Tagsüber kannst du entspannte Stunden an den traumhaften Stränden verbringen, während die Insel abends zum Treffpunkt für Reisende und Einheimische wird. Deshalb würde ich dir eine Unterkunft im Inselinneren empfehlen. Es bietet dir mehr Ruhe, da es an der Küste durch Bars und Restaurants oft lauter werden kann. Die Gili-Inseln gehören zur überwiegend muslimisch geprägten Provinz West-Nusa Tenggara. Auch der Gebetsruf der Moscheen gehört deshalb zum Alltag auf den Inseln und ist insbesondere am frühen Morgen deutlich zu hören. Wenn du einen leichten Schlaf hast, können Ohrstöpsel für die Nacht hilfreich sein. Auf Gili T. schlenderten wir über den Nachtmarkt, probierten köstliche lokale Gerichte wie frisch gegrillten Fisch und Nasi Campur und entdeckten charmante Cafés, die zum Verweilen einluden. Am Abend genossen wir die Sonnenuntergänge in eines der zahlreichen Restaurants an den Stränden.

Ubud
Kultur, Reisfelder und besondere Begegnungen
Von den Gili-Inseln fuhren wir zurück nach Bali, genauer gesagt nach Ubud, dem kulturellen Herz der Insel. Die Fährfahrt zum kleinen Küstenort Padang Bai dauerte etwa 2 Stunden und kann in der Regenzeit ganz schön schaukelig werden. Die Wellen sind in dieser Jahreszeit oft höhe und das Meer unruhiger. Von Padang Bai brachte uns ein Auto in rund einer Stunde nach Ubud. Wir fuhren mit dem Schnellboot von den Gilis nach Padang Bai und anschließend mit dem Auto weiter nach Ubud. Für diese Kombination zahlten wir damals ungefähr 22 bis 30 Euro pro Person. Die Preise variieren je nach Anbieter, Saison und gebuchtem Transfer. Wenn du beim Transport sparen möchtest, lohnt es sich die Anbieter auf den Gili-Inseln zu vergleichen und die Tickets direkt vor Ort zu buchen.
Angekommen in Ubud brachte uns ein Grab Taxi zu unserer Unterkunft. Wir entschieden uns für eine Herberge inmitten von Reisfeldern. Dies ist ein Traum für alle Ruhesuchenden. Dennoch hat man die Möglichkeit, das pulsierende Zentrum von Ubud in wenigen Minuten zu erreichen. Die Stadt selbst ist bekannt für ihre Künstlerszene, Yoga-Studios und Tempel, was ihr eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.

Unser erstes Ziel in Ubud war der Sacred Monkey Forest Sanctuary. Zwischen riesigen Banyan-Bäumen, Tempelanlagen und dichtem Grün leben dort zahlreiche Langschwanzmakaken. Die Anlage fand ich landschaftlich und atmosphärisch wirklich beeindruckend. Gleichzeitig solltest du Abstand zu den Tieren halten und lose Gegenstände gut verstauen. Sonnenbrillen, Essen oder andere Dinge können schnell das Interesse der Affen wecken.
Ein weiterer Höhepunkt war unser Besuch der Tegallalang-Reisterrassen, die sich wie grüne Wellen durch die Hügellandschaft ziehen. Die Terrassen liegen 12 Kilometer nördlich von Zentrum entfernt und sind in etwa 20-30 Minuten mit dem Roller zu erreichen. Diese eindrucksvolle Idylle zeigt die kunstvolle Arbeit der Balinesen, die hier seit Generationen den Reisanbau perfektioniert haben. Ein Spaziergang entlang der schmalen Pfade bietet atemberaubende Ausblicke und die Gelegenheit, mehr über das Leben und die Kultur der Reisbauern zu erfahren. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn der Nebel über den Feldern hängt, entfaltet dieser Ort seinen magischen Charme.

Ein besonderer Moment unserer Reise war die Begegnung mit Jojon, einem herzlichen Balinesen, den wir auf dem Rückweg von den Tegallalang-Reisterrassen nach Ubud trafen. Wir verstanden uns sofort und er lud uns ein gemeinsam mehr von Bali zu entdecken. Er zeigte uns die Segara Windhu Coffee Plantation, eine beeindruckende Plantage, die für ihren berühmten Luwak-Kaffee bekannt ist. Hier erfuhren wir, wie der „Katzenkaffee“ hergestellt wird – ein Prozess, der einzigartig ist. Kopi Luwak ist ein exklusiver indonesischer Kaffee, dessen Bohnen von Schleichkatzen gefressen, fermentiert und anschließend ausgeschieden werden, bevor sie gereinigt, geröstet und verarbeitet werden. Natürlich hatten wir auch die Gelegenheit, diesen besonderen Kaffee zu probieren.
Wir verbrachten die restlichen Tage in Ubud zusammen. Jojon zeigte uns das authentische Leben und die Kultur Balis. Ein Höhepunkt war der Besuch des Tirta Empul Tempels, einer der heiligsten Orte der Insel. Die balinesischen Hindus kommen hierher, um in den heiligen Quellen zu baden und zu beten. Leider ist dieser Ort auch sehr touristisch, weshalb es sich empfiehlt den Tempel in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag anzusteuern.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug mit Jojon und seiner Familie zu den Jatiluwih-Reisterrassen. Wir lernten seine Frau Lia und Tochter Una (9) kennen, die uns herzlich willkommen hießen. Die Jatiluwih-Reisterrassen gehören für mich zu den beeindruckendsten Landschaften Balis. Sie sind Teil der von der UNESCO ausgezeichneten Kulturlandschaft der Provinz Bali, die eng mit dem traditionellen Subak-Bewässerungssystem verbunden ist. Besonders faszinierend fand ich die unterschiedlichen Grüntöne der Reisfelder, die sich je nach Wachstumsstadium verändern. Ein Besuch empfiehlt sich allerdings nicht in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am kräftigsten scheint. Schattenplätze sind hier rar.
Nachdem wir die beeindruckenden Terrassen erkundeten und mehr über den Reisanbau erfuhren, wurden wir von Lias Familie eingeladen, die dort in der Nähe wohnten. Wir genossen nicht nur das beste Nasi Goreng, das wir je gegessen haben, sondern erlebten auch die Herzlichkeit und Gastfreundschaft einer authentischen balinesischen Familie. Trotz der Sprachbarriere spürten wir eine tiefe Verbindung und teilten Momente voller Freude und Gemeinschaft. Genau solche Begegnungen machen das Reisen so besonders. Dann, wenn man nicht nur neue Orte entdeckt, sondern auch in die Kultur und das Leben vor Ort eintauchen darf.
Rückkehr auf unsere Lieblingsinsel
Ein wundervoller Abschluss
Da uns Nusa Lembongan so sehr ans Herz gewachsen ist, kehrten wir für die letzten Tage unserer Reise dorthin zurück. Während mein bester Freund von der Unterwasccerwelt nicht genug bekam, unternahm ich einen Tagesausflug nach Nusa Penida. Die Kosten dafür lagen bei etwa 40 Euro inklusive Bootsfahrt und Tourguide.

Der Ausflug führte uns zu einigen der spektakulärsten Orte der Insel. Am Kelingking Beach erwartet dich eines der bekanntesten Fotomotive Nusa Penidas. Die markante Felsformation wird aufgrund ihrer Form häufig mit einem T-Rex verglichen. Schon der Blick vom Aussichtspunkt hinunter auf die Bucht und das intensive Türkis des Wassers war für mich eines der Highlights des Tages. Die nächste Station war der Broken Beach (Pasih Uug). Die beeindruckende Bucht zeigt eine spektakuläre natürliche Steinbrücke. Ein weiteres Highlight war direkt nebenan Angel’s Billabong, ein natürlicher Infinity-Pool mit türkisfarbenem Wasser, der bei Ebbe zugänglich ist. Der Ausflug endete am Crystal Bay, einem idyllischen Strand, der perfekt zum Entspannen, Schnorcheln und Sonnenbaden ist.

Nach ein paar wundervollen Tagen genossen wir letzten Abend noch einmal die fantastische Küche im Hai Ry Zen, bevor wir uns schweren Herzens verabschieden mussten. Unser Freund Jojon und seine Familie empfingen uns am Abreisetag am Fährhafen in Sanur und brachten uns zum Flughafen. Der Abschied fiel uns alles andere als leicht. Wir haben versprochen, eines Tages zurückzukehren. Und das werden wir, denn diese außergewöhnlichen Begegnungen machen das Reisen so wertvoll!
Fazit
Warum Indonesien auf deine Bucket List gehört
Die Reise nach Indonesien war unglaublich vielseitig und inspirierend. Nusa Lembongan hat mich mit seinen wunderschönen Stränden und dramatischen Klippen sofort in den Bann gezogen. Die Gili-Inseln sind ein wahres Paradies. Autofrei, mit weißen Stränden und der faszinierenden Möglichkeit, mit Schildkröten zu schwimmen. In Ubud, dem kulturellen Herz Balis, fand ich zwischen Reisterrassen, Tempeln und einer tiefen Spiritualität eine besondere Ruhe. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Begegnung mit Jojon und seiner Familie, die uns nicht nur die Schönheit ihrer Heimat zeigten, sondern uns auch einen authentischen Einblick in das Leben und die Kultur Balis gaben. Diese persönliche Verbindung machte die Reise noch wertvoller. Und wann startest du dein ganz persönliches Indonesien- Abenteuer? Schreib es doch gern in die Kommentare!
Indonesien Fotostrecke
FAQ: Indonesien im Überblick
Deine wichtigsten Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Indonesien?
Für Bali, Nusa Lembongan und die Gili-Inseln gilt die Trockenzeit von etwa April bis Oktober als besonders gute Reisezeit. Die Regenzeit dauert meist von November bis März, wobei die Übergänge schwanken können.
Meine Erfahrung: Ich war Ende Dezember und im Januar unterwegs. Trotz Regenzeit hatten wir viele sonnige Abschnitte und meist kurze, kräftige Schauer. Das Meer kann zu dieser Jahreszeit allerdings unruhiger sein.
Ist eine Reise nach Bali und auf die Gili-Inseln auch in der Regenzeit möglich?
Ja. Ich war selbst Ende Dezember und im Januar auf Bali, Nusa Lembongan und den Gili-Inseln unterwegs. Wir erlebten zwar kräftige Regenschauer, dazwischen aber auch viele sonnige Abschnitte. Für mich war die Regenzeit deshalb kein Grund, auf die Reise zu verzichten.
Du solltest allerdings flexibler planen, da insbesondere das Meer unruhiger sein und Bootsfahrten unangenehmer werden können. Wenn dir möglichst stabiles Wetter wichtig ist, ist die Trockenzeit die bessere Wahl.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Reisekosten pro Tag?
Die Reisekosten in Indonesien hängen stark von deiner Route und deinem Reisestil ab. Einfache Homestays, Warungs und lokale Transportmittel machen eine günstige Backpacking-Reise möglich. Auf touristischen Inseln wie Bali, Nusa Lembongan und den Gilis können Unterkünfte, Restaurants und Aktivitäten jedoch deutlich teurer sein.
Mein Tipp: Plane nicht nur ein fixes Tagesbudget ein, sondern kalkuliere Unterkunft, Verpflegung, Transfers und Aktivitäten separat. Besonders Tauchen, Schnorcheltouren und Schnellboote können das Tagesbudget deutlich erhöhen.
Welche Impfungen werden empfohlen?
Bei direkter Einreise aus Deutschland sind aktuell keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Als Reiseimpfungen werden unter anderem Hepatitis A und Poliomyelitis (Polio) empfohlen. Je nach Reiseroute, Aufenthaltsdauer und persönlichem Risiko können weitere Impfungen sinnvoll sein.
Lass dich deshalb vor deiner Reise individuell reisemedizinisch beraten und überprüfe deine Standardimpfungen.
Wie bezahle ich am besten in Indonesien?
Die Landeswährung ist die Indonesische Rupiah (IDR). Am praktischsten ist eine Kombination aus Bargeld und Kredit- bzw. Debitkarte. In touristischen Regionen kannst du vielerorts mit Karte bezahlen, während kleinere Warungs, Märkte, lokale Fahrer oder kleine Unterkünfte häufig Bargeld bevorzugen.
Ich würde deshalb immer etwas Bargeld dabeihaben und zusätzlich mindestens eine Karte als Reserve mitnehmen. Beim Geldabheben solltest du möglichst Geldautomaten seriöser Banken nutzen und mögliche Gebühren deiner eigenen Bank berücksichtigen.
Wie erhalte ich Internetzugang?
Auf Bali und den touristischen Inseln ist mobiles Internet in der Regel gut verfügbar. Du kannst entweder eine lokale SIM-Karte kaufen oder bereits vor der Reise eine eSIM einrichten, sofern dein Smartphone diese unterstützt. WLAN gehört in vielen Hotels, Homestays, Cafés und Restaurants ebenfalls zum Standard.
Wenn du viel unterwegs bist und Navigation, Grab oder Übersetzungsapps nutzen möchtest, würde ich mich nicht ausschließlich auf öffentliches WLAN verlassen.
Gibt es kulturelle Besonderheiten zu beachten?
Ja. Besonders auf Bali solltest du beim Besuch von Tempeln auf respektvolle Kleidung und die jeweiligen Regeln vor Ort achten. Schultern und Beine sollten angemessen bedeckt sein; häufig wird ein Sarong getragen oder vor Ort bereitgestellt.
Respektiere religiöse Zeremonien und Opfergaben und halte Abstand, wenn gerade gebetet wird. Auch außerhalb der Tempel gilt: Indonesien ist kulturell und religiös sehr vielfältig. Was auf dem hinduistisch geprägten Bali üblich ist, kann sich beispielsweise von den muslimisch geprägten Gili-Inseln unterscheiden.
Was sollte ich für eine Backpacking-Reise einpacken?
Für meine Route würde ich vor allem leichte Kleidung, Badesachen, guten Sonnenschutz, Mückenschutz, eine wiederbefüllbare Trinkflasche, eine kleine Reiseapotheke und bequeme Schuhe einpacken. Für Tempelbesuche solltest du außerdem Kleidung dabeihaben, mit der sich Schultern und Beine bedecken lassen.
Für Fahrten mit Schnellbooten und Ausflüge auf die Inseln fand ich einen kleinen Tagesrucksack besonders praktisch. In der Regenzeit gehört zusätzlich ein leichter Regenschutz ins Gepäck.
Eine detaillierte Reisepackliste zum Download findest du hier













