
Myanmar
Eine Reise ins Land der Pagoden
Lesezeit: 15 Minuten
Meine Myanmar-Route auf einen Blick
Reisedauer
2 Wochen
Reisezeit
Januar
Reiseart
Individuell & Backpacking
Route
Mandalay → Bagan → Yangon
Im Mittelpunkt meiner Reise
Kultur, Buddhismus, historische Tempelanlagen, Landschaft & individuelle Begegnungen
Backpacking in Myanmar
Meine Reise durch Mandalay, Bagan und Yangon
Wenn ich gefragt werde, welches Land mich auf meinen Reisen besonders beeindruckt hat, gehört Myanmar für mich bis heute dazu. Im Jahr 2018 reiste ich individuell durch das damalige Burma und besuchte Mandalay, Bagan und Yangon. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die unzähligen Tempel und Pagoden, die Fahrt auf dem Irrawaddy, der Sonnenaufgang über Bagan und vor allem die Begegnungen mit den Menschen unterwegs. In diesem Reisebericht nehme ich dich mit auf meine persönliche Myanmar-Reise von 2018 und erzähle von meiner Route und meinen Erlebnissen. Gleichzeitig hat sich das Land seit meiner Reise grundlegend verändert. Deshalb findest du im Beitrag auch aktuelle Hinweise zur heutigen Situation.
Beste Reisezeit
- Klimatisch gelten die trockeneren Monate von etwa November bis Februar für viele Regionen Myanmars als angenehmere Reisezeit. Die Temperaturen sind dann häufig niedriger als in den sehr heißen Monaten vor Beginn des Monsuns.
- Von etwa Mai bis Oktober prägt der Monsun große Teile des Landes. Besonders in den Küstenregionen können in dieser Zeit starke Regenfälle, Überschwemmungen und Zyklone auftreten.
Visabestimmungen
- Die Einreisebestimmungen haben sich seit meiner Reise 2018 mehrfach verändert. Deutsche Staatsangehörige benötigen grundsätzlich ein Visum für Myanmar.
- Aufgrund der aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Situation solltest du dich bei einer geplanten Einreise nicht auf ältere Reiseberichte oder frühere Visa-Erfahrungen verlassen, sondern die aktuell geltenden Bedingungen direkt bei den zuständigen myanmarischen Behörden beziehungsweise der Botschaft prüfen.
Unterkünfte
- Während unserer Reise 2018 übernachteten wir in Mandalay, Bagan und Yangon in unterschiedlichen Hotels. Die folgenden Unterkünfte stammen deshalb aus meiner persönlichen Reiseerfahrung von 2018
- Mandalay: Hotel Nova
- Bagan: Sky View Hotel
- Yangon: Beauty Land Hotel (Bo Cho)
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten
- Mandalay: Mandalay Hill, Kuthodaw-Pagode, Mahamuni-Buddha-Tempel, Königspalast und die U-Bein-Brücke bei Sonnenuntergang.
- Irrawaddy: Die rund achteinhalbstündige Bootsfahrt von Mandalay nach Bagan gehörte für mich zu den intensivsten Erlebnissen der Reise.
- Bagan: Die riesige Tempellandschaft mit Ananda-Tempel und Shwezigon-Pagode sowie der Sonnenaufgang mit den Heißluftballons über den Pagoden.
- Yangon: Die Shwedagon-Pagode, das kolonial geprägte Stadtzentrum, der Bogyoke Aung San Market und der Inya Lake.
- Besonders in Erinnerung geblieben: Neben den großen Sehenswürdigkeiten waren es vor allem die Begegnungen mit den Menschen unterwegs, die meine Reise durch Myanmar geprägt haben.
Gut zu wissen
Währung: Die offizielle Landeswährung ist der Myanmar Kyat (MMK). Meine Erfahrungen mit Bargeld, Geldwechsel und Bezahlung stammen aus dem Jahr 2018 und sind aufgrund der heutigen wirtschaftlichen und politischen Situation nicht mehr als aktuelle Empfehlung geeignet.
Transport auf meiner Reise 2018: Wir nutzten verschiedene Verkehrsmittel. Von Mandalay nach Bagan fuhren wir mit dem Boot über den Irrawaddy, von Bagan nach Yangon nahmen wir den Zug. Innerhalb der Orte waren wir mit lokalen Verkehrsmitteln unterwegs.
Sprache: Amtssprache ist Myanmar beziehungsweise Birmanisch. Auf unserer Reise kamen wir in touristischen Bereichen teilweise mit Englisch weiter. Gerade außerhalb davon spielten Gesten, ein Lächeln und ein paar einfache Wörter eine große Rolle bei der Verständigung.
Aktuelle Sicherheitslage: Für Myanmar besteht derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Meine Reise fand 2018 vor dem Militärputsch und dem heutigen Bürgerkrieg statt. Aktuelle Informationen findest du im Hinweis am Anfang dieses Beitrags.
Tempel & Religion: Beim Besuch buddhistischer Tempel und Pagoden solltest du dich respektvoll verhalten und auf angemessene Kleidung achten. Schuhe und Socken müssen in vielen religiösen Anlagen vor dem Betreten bestimmter Bereiche ausgezogen werden. Frage Menschen außerdem um Erlaubnis, bevor du sie aus der Nähe fotografierst.
Myanmar heute
Wichtiger Hinweis zu meinem Reisebericht
Meine Reise durch Myanmar fand 2018 und damit mehrere Jahre vor dem Militärputsch vom Februar 2021 statt. Seitdem hat sich die politische und sicherheitspolitische Situation im Land grundlegend verändert. Myanmar wird auch heute noch von einzelnen internationalen Reisenden besucht. Aktuelle Erfahrungsberichte aus dem Jahr 2026 berichten beispielsweise von geöffneten Hotels und touristischer Infrastruktur in Yangon sowie einzelnen Reisen nach Bagan. Das bedeutet jedoch nicht, dass Myanmar derzeit als sicheres Reiseland eingestuft werden kann.

Stand August 2026 warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Myanmar. Seit der Machtübernahme des Militärs befindet sich das Land im Bürgerkrieg. In fast allen Landesteilen kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch in Städten sind Anschläge und andere Gewalttaten möglich.
Meine Erfahrungen zu Route, Transport, Unterkünften und Sicherheit stammen deshalb ausdrücklich aus 2018 und lassen sich nicht auf die heutige Situation übertragen. Wenn du dich über eine heutige Reise nach Myanmar informierst, solltest du unbedingt die aktuelle Lage und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts prüfen.
Im März 2025 wurde Myanmar von einem schweren Erdbeben erschüttert, das vor allem die Region um Mandalay traf. Die Nachrichten über die vielen betroffenen Menschen haben mich sehr berührt. Insbesondere, weil ich selbst die herzliche Gastfreundschaft der Menschen dort erleben durfte. Wenn du die Menschen in Myanmar unterstützen möchtest, informiere dich über die Arbeit etablierter Hilfsorganisationen wie UNICEF, Sonne International oder Ärzte ohne Grenzen und darüber, welche Form der Unterstützung aktuell tatsächlich benötigt wird.
Mandalay
Unser erster Stopp in Myanmar
Von Thailand aus ging es für uns über Bangkok nach Mandalay. Die Stadt war unser erster Stopp in Myanmar und damit auch meine erste Begegnung mit einem Land, auf das ich schon lange neugierig war. Besonders aufgefallen sind mir die vielen buddhistischen Tempel und Pagoden und die sichtbare Präsenz des Buddhismus im Alltag. Gleichzeitig war Mandalay für mich laut, lebendig und anfangs ein wenig überwältigend. Schon in den ersten Tagen entstanden Begegnungen, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Immer wieder kamen Menschen neugierig auf uns zu, suchten trotz Sprachbarrieren das Gespräch oder fragten höflich, ob sie ein Foto mit uns machen dürften.

Mandalay Hill, Mahamuni und U-Bein-Brücke
Einer unserer ersten Ausflüge führte uns auf den Mandalay Hill. Oben angekommen hatten wir einen weiten Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Besonders sehenswert fand ich auch die Sutaungpyei-Pagode auf dem Gipfel mit ihren farbenfrohen Mosaiken und zahlreichen Details. Ebenfalls besuchten wir den Mahamuni-Buddha-Tempel, einen der bedeutendsten buddhistischen Orte Mandalays. Ein ganz anderes Erlebnis war die berühmte U-Bein-Brücke südlich der Stadt. Wir waren zum Sonnenuntergang dort und gerade die Silhouetten der Menschen auf der langen Holzbrücke im warmen Abendlicht sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.
Kuthodaw-Pagode: Das „größte Buch der Welt“
Besonders beeindruckt hat mich die Kuthodaw-Pagode. Rund um die zentrale goldene Pagode stehen 729 kleine weiße Stupas, in denen sich jeweils eine beschriftete Marmortafel befindet. Gemeinsam enthalten sie den buddhistischen Pali-Kanon und werden deshalb häufig als das „größte Buch der Welt“ bezeichnet. Schon allein der Anblick der vielen nahezu identischen weißen Stupas war beeindruckend und bot unglaublich viele schöne Fotomotive. Gleichzeitig wurde mir hier noch einmal bewusst, welche Bedeutung der Buddhismus in Myanmar hat.
Der Königspalast von Mandalay
Auch den Königspalast von Mandalay besuchten wir während unseres Aufenthalts. Die riesige Anlage liegt innerhalb einer quadratischen Festungsmauer, die von einem breiten Wassergraben umgeben ist. Der ursprüngliche Palast war der letzte Königspalast der burmesischen Monarchie. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Großteil der Anlage zerstört und später rekonstruiert. Besonders spannend fand ich die traditionelle Architektur mit ihren zahlreichen Gebäuden, verzierten Dächern und Holzelementen. Die Anlage vermittelt zumindest einen Eindruck davon, wie groß der königliche Palastkomplex einst gewesen sein muss.
Meine Erfahrung 2018: Für den Zugang zahlten wir damals 10.000 Kyat pro Person. Dieser Preis ist eine historische Angabe aus meiner Reise und nicht als aktueller Eintrittspreis zu verstehen.

Begegnungen, die mir in Erinnerung geblieben sind
Bei einer geführten Tour in die Umgebung von Mandalay entdeckten wir Wasserfälle und verbrachten einen Teil des Tages abseits der Stadt. Unterwegs begegneten wir einem Mönch, der uns freundlich ansprach und schließlich fragte, ob wir gemeinsam ein Foto machen könnten. Dieser kleine Moment ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Während unserer Reise 2018 hatte ich häufig das Gefühl, dass internationale Reisende für manche Menschen noch etwas Besonderes waren. Immer wieder wurden wir neugierig angesehen und mehrfach höflich gefragt, ob jemand ein gemeinsames Foto mit uns machen dürfe.
Trotz der Sprachbarrieren entstanden dadurch immer wieder kleine Begegnungen. Oft reichten Gesten und ein Lächeln aus, um miteinander in Kontakt zu kommen. Gerade diese Momente gehören für mich zu den schönsten Erinnerungen an Myanmar.
Mit dem Boot von Mandalay nach Bagan
Ein Tag auf dem Irrawaddy
Nach unseren Tagen in Mandalay ging es für uns auf dem Irrawaddy weiter nach Bagan. Rund achteinhalb Stunden waren wir mit dem Boot unterwegs und gerade diese langsame Art zu reisen wurde für mich zu einem der intensivsten Erlebnisse unserer Myanmar-Reise. Während das Boot gemächlich flussabwärts fuhr, konnten wir stundenlang das Leben entlang des Irrawaddy beobachten. Am Ufer wuschen Menschen ihre Wäsche, Kinder winkten unserem Boot zu und immer wieder sahen wir kleine Dörfer und einfache Häuser entlang des Flusses.

Gerade weil wir nicht möglichst schnell von A nach B kamen, hatten wir viel Zeit, die Landschaft und das Leben am Fluss zu beobachten.
Meine Erfahrung 2018: Unser Boot legte gegen 7 Uhr morgens ab, der Check-in war etwa eine halbe Stunde vorher. Für die Fahrt zahlten wir damals umgerechnet rund 40 Euro pro Person. Frühstück, Mittagessen, Wasser und Softdrinks waren bei unserer Fahrt inklusive. Das Boot war einfach, aber sauber ausgestattet. Wenn du meinen Reisebericht als Inspiration liest, beachte bitte, dass sich Fahrpläne, Anbieter, Preise und die Sicherheitslage seit 2018 grundlegend verändert haben.
Bagan
Zwischen Tempeln, Pagoden und Heißluftballons
Nach unserer Bootsfahrt auf dem Irrawaddy erreichten wir Bagan, einen der Orte, auf die ich mich während unserer Myanmar-Reise besonders gefreut hatte. Die riesige Tempellandschaft mit ihren unzähligen Pagoden war noch beeindruckender, als ich sie mir vorgestellt hatte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Sonnenaufgang über Bagan. Noch im ersten Morgenlicht zeichneten sich die Silhouetten der Tempel im Dunst ab, während langsam die ersten Heißluftballons über der Landschaft aufstiegen. Dieses Bild hat sich bis heute in mein Gedächtnis eingebrannt.

Über die weitläufige Landschaft von Bagan verteilen sich mehr als 2.000 erhaltene buddhistische Monumente, darunter Tempel, Stupas und Klöster. Seit 2019 gehört Bagan zum UNESCO-Welterbe.
Wie lange würde ich für Bagan einplanen?
Ich würde Bagan auch rückblickend mindestens drei bis vier Tage geben. So bleibt genug Zeit, verschiedene Tempelanlagen zu erkunden, die Heißluftballons bei Sonnenaufgang über Bagan zu beobachten und die besondere Atmosphäre der Region in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Ananda-Tempel
Einer der Tempel, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, ist der Ananda-Tempel. Der historische buddhistische Tempel gehört zu den bekanntesten Bauwerken Bagans. Im Inneren befinden sich vier große stehende Buddha-Statuen, die jeweils in eine der vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Besonders beeindruckt haben mich die Symmetrie des Gebäudes, die langen Gänge und das Licht, das durch die Eingänge ins Innere fällt.

Shwezigon-Pagode
Einen starken Kontrast zu den eher erdfarbenen Tempeln Bagans bildet die goldene Shwezigon-Pagode. Mit ihrer großen vergoldeten Stupa gehört sie zu den auffälligsten religiösen Bauwerken der Region und ist bis heute ein bedeutender buddhistischer Pilgerort. Gerade das intensive Gold und die vielen kleineren Schreine auf dem Gelände machten die Anlage für mich auch fotografisch besonders interessant.
Bagan Golden Palace
Auch den rekonstruierten Bagan Golden Palace besuchten wir während unserer Zeit in Bagan. Die Anlage soll einen Eindruck von der Architektur eines historischen burmesischen Königspalastes vermitteln und fällt besonders durch ihre aufwendig gestalteten Holzdächer und goldenen Details auf. Für mich war der Palast eine interessante Abwechslung zu den zahlreichen Tempelanlagen, die unseren Aufenthalt in Bagan ansonsten prägten.
Trotz der vielen bekannten Tempel war es für mich gar nicht ein einzelnes Bauwerk, das Bagan so besonders gemacht hat. Es war vielmehr die gesamte Landschaft: morgens der Nebel zwischen den Pagoden, die Ballons am Himmel und immer wieder kleine Tempel, die wir unterwegs entdeckten. Bagan war einer dieser Orte, an denen ich meine Kamera eigentlich ständig in der Hand hatte. Gerade deshalb gehört die Region für mich bis heute zu den eindrucksvollsten Stationen unserer Myanmar-Reise.
Mit dem Zug von Bagan nach Yangon
18 Stunden Abenteuer auf Schienen
Für unsere Weiterreise von Bagan nach Yangon entschieden wir uns 2018 für den Zug. Rund 18 Stunden waren wir unterwegs und die Fahrt wurde zu einem Erlebnis, das ich wahrscheinlich nie vergessen werde. Komfortabel war sie allerdings nicht. Die Züge und Gleise waren damals teilweise in einem einfachen Zustand und unser Waggon ruckelte und schaukelte während der Fahrt teilweise ordentlich. Wir hatten uns für einen Schlafwagen entschieden, sodass wir zumindest etwas mehr Platz und die Möglichkeit hatten, uns hinzulegen. Die Fenster ließen sich öffnen und tagsüber konnten wir dadurch die Landschaft unmittelbar erleben. Nachts wurde es allerdings überraschend kühl.

Besonders spannend fand ich die Strecke selbst. Durch die offenen Fenster sahen wir Reisfelder, kleine Dörfer und Menschen entlang der Bahnstrecke. An den Bahnhöfen kamen Händlerinnen und Händler zum Zug und verkauften Snacks, Obst und Getränke. Genau diese langsame Art der Fortbewegung machte die Fahrt für mich trotz des fehlenden Komforts so besonders. Wir waren nicht einfach nur auf dem Weg nach Yangon, sondern bekamen unterwegs immer wieder kleine Einblicke in den Alltag entlang der Strecke.
Yangon
Zwischen Großstadttrubel, Kolonialbauten und goldenen Pagoden
Nach rund 18 Stunden im Zug erreichten wir schließlich Yangon. Nach den vergleichsweise ruhigen Tagen in Bagan war der Trubel der Großstadt zunächst eine ziemliche Umstellung. Unser Zug kam bereits früh am Morgen an und nach der langen Nacht auf Schienen hätten wir uns am liebsten direkt ins Bett gelegt. Mein Tipp aus unserer Reise 2018: Wenn du eine ähnliche Zugreise planst, lohnt es sich, vorab mit der Unterkunft zu klären, ob ein früher Check-in möglich ist.
Yangon, früher international vor allem als Rangun bekannt, ist die größte Stadt Myanmars. Besonders spannend fand ich die Mischung aus buddhistischen Heiligtümern, Gebäuden aus der britischen Kolonialzeit und dem geschäftigen Alltag auf den Straßen.

Shwedagon-Pagode
Mein absolutes Highlight in Yangon war die Shwedagon-Pagode. Schon von Weitem ist die riesige goldene Stupa zu sehen, doch erst auf dem Gelände wurde mir bewusst, wie groß die gesamte Anlage tatsächlich ist. Rund um die zentrale Stupa befinden sich zahlreiche kleinere Schreine, Buddhafiguren und Gebetsstätten. Besonders in den Abendstunden verändert sich die Atmosphäre, wenn das Gold im warmen Licht leuchtet und sich immer mehr Gläubige auf dem Gelände versammeln.
Der buddhistischen Überlieferung zufolge werden in der Shwedagon-Pagode Reliquien mehrerer Buddhas aufbewahrt, darunter acht Haare Gautama Buddhas. Für mich gehört die Shwedagon-Pagode bis heute zu den beeindruckendsten buddhistischen Tempelanlagen, die ich auf meinen Reisen besucht habe.
Durch das historische Zentrum von Yangon
Einen starken Kontrast zu den goldenen Pagoden bilden die zahlreichen Gebäude aus der britischen Kolonialzeit im Zentrum von Yangon. Bei unserem Spaziergang durch die Stadt begegneten uns immer wieder große historische Fassaden, von denen einige bereits deutlich vom tropischen Klima gezeichnet waren. Gerade fotografisch fand ich diesen Teil Yangons besonders spannend. Zwischen alten Gebäuden, Straßenständen, dichtem Verkehr und dem alltäglichen Leben entstand ein völlig anderes Bild der Stadt als rund um die großen buddhistischen Heiligtümer.
Inya Lake
Einen ruhigeren Kontrast zum Zentrum fanden wir am Inya Lake. Nach dem Trubel der Innenstadt tat es gut, hier eine Weile am Wasser entlangzulaufen und einfach das Geschehen zu beobachten. Gerade diese unterschiedlichen Seiten haben Yangon für mich interessant gemacht: auf der einen Seite Verkehr, Märkte und dichtes Großstadtleben, auf der anderen buddhistische Heiligtümer und ruhigere Orte wie der Inya Lake.
Yangon war ein starker Kontrast zu den vorherigen Stationen unserer Reise. Nach den Tempellandschaften von Bagan und den ruhigeren Momenten auf dem Irrawaddy erlebten wir hier noch einmal eine ganz andere Seite Myanmars. Gleichzeitig begegnete uns auch in der größten Stadt des Landes immer wieder das, was mich während der gesamten Reise begleitet hatte: der Buddhismus, die besondere Architektur und vor allem die vielen kleinen Alltagsszenen, die ich mit meiner Kamera festhalten wollte.
Myanmar Fotostrecke
Häufige Fragen zu Myanmar
Was du wissen solltest
Brauche ich für Myanmar ein Visum?
Ja. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Myanmar ein Visum. Der Reisepass muss bei der Einreise mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig sein.
Bei touristischen eVisa ist die Informationslage derzeit allerdings widersprüchlich: Das Auswärtige Amt führt die Erteilung von eVisa weiterhin als möglich auf, während das offizielle eVisa-Portal Myanmars aktuell auf eine vorübergehende Aussetzung touristischer Visumanträge seit April 2025 hinweist. Prüfe den aktuellen Stand deshalb unbedingt direkt bei den zuständigen myanmarischen Behörden beziehungsweise der Botschaft.
Wie teuer ist eine Reise durch Myanmar?
Meine Preise und Kostenangaben stammen aus dem Jahr 2018 und eignen sich aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Veränderungen nicht mehr als Grundlage für ein aktuelles Reisebudget.
Die im Reisebericht genannten Preise habe ich deshalb dort belassen, wo sie Teil meiner persönlichen Erfahrung sind, und entsprechend mit dem Reisejahr gekennzeichnet.
Kann ich in Myanmar mit Kreditkarte bezahlen?
Barzahlung ist nach wie vor am weitesten verbreitet. In touristischen Regionen werden US-Dollar und Kyat akzeptiert. Kreditkarten funktionieren meiner Erfahrung nach nur in größeren Hotels oder Reisebüros.
Welche Impfungen werden empfohlen?
Empfohlen werden Standardimpfungen sowie Hepatitis A, ggf. auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Eine reisemedizinische Beratung ist vor Abreise sinnvoll.
Wie bewegt man sich im Land am besten fort?
Auf meiner Reise 2018 nutzten wir verschiedene Verkehrsmittel: Von Mandalay nach Bagan fuhren wir mit dem Boot über den Irrawaddy, von Bagan nach Yangon mit dem Zug. Innerhalb der Städte waren wir mit lokalen Verkehrsmitteln unterwegs. Gerade die langsamen Strecken mit Boot und Zug gehörten für mich zu den besonderen Erlebnissen der Reise.
Heute lässt sich daraus jedoch keine allgemeine Empfehlung mehr ableiten. Aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs können Straßen- und Bahnverbindungen eingeschränkt sein und die Sicherheitslage kann sich regional kurzfristig verändern. Es bestehen weiterhin Inlandsflugverbindungen, allerdings können auch Flugpläne und Verbindungen Änderungen unterliegen.
Was sollte man beim Besuch von Tempeln beachten?
Myanmar ist stark vom Buddhismus geprägt. Beim Besuch von Tempeln und Pagoden solltest du dich respektvoll verhalten und auf angemessene Kleidung achten. In vielen religiösen Anlagen müssen Schuhe und Socken ausgezogen werden. Religiöse Zeremonien sollten nicht gestört werden.
Frage außerdem um Erlaubnis, bevor du Menschen aus nächster Nähe fotografierst. Gerade auf meiner Reise entstanden viele schöne Begegnungen dadurch, dass Menschen respektvoll aufeinander zugingen.









